Lebenszeichen & weitere Blogplanung

Hallo liebe Leser,

die ungeplante Blogpause habt ihr sicherlich überlebt – ich auch ;-). Tatsächlich ist es gerade so, dass Freizeit und Beruf mir im Moment nicht viel Zeit zum Lesen und Bloggen lassen. Tatsächlich ist das Bloggen in den letzten Wochen sogar in Stress ausgeartet und dann macht es nicht mehr wirklich viel Spass.

Lesetechnisch werden bei mir immer zuerst die Rezensionsexemplare gelesen, wenn nicht viel Lesezeit da ist, also im Augenblick nur selbige. Und damit bleibe viele Buchschätze ungelesen auf dem SUB zurück – ganz zu schweigen von den vielen “alten” Büchern, die gerne noch einmal gelesen werden wollen.

Damit mir die Freude am Bloggen und Lesen erhalten bleibt habe ich daher beschlossen, das Bloggen etwas zurückzuschrauben. Künftig wird es bei mir also nicht mehr regelmäßig drei Artikel pro Woche geben. Die Briefkastenfüllungen gibt es jetzt nur einmal im Monat, Rezensionen und andere Artikel werde ich natürlich auch weiterhin posten, aber eben so, wie das Real-Life zulässt, ich hoffe natürlich auf mehr als einen weiteren Artikel pro Monat.

Den Bloggerbücherflohmarkt habt ich auch nicht vergessen, ich würde sagen, den nehmen wir uns für das nächste Wochenende vor (ein separater Artikel dazu folgt noch).

Soviel erstmal von mir.

Ich hoffe wir lesen uns (auch weiterhin).

Liebe Grüße,
Melanie

Published in: on Oktober 26, 2014 at 12:00 nachmittags  Comments (6)  
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[Lesungsberichte] Buchmesse Convent 29

Nachdem mir der BuCon letztes Jahr so gut gefallen hat, packten mein Mann und ich auch dieses Jahr die Bücher und machten uns auf den Weg nach Dreieich. Etwas verspätet (der Autobahnstau lässt grüßen) kamen wir gerade rechtzeitig zu Bernd Perplies Premierelesung von “Das Imperium der Drachen 1: Das Blut des schwarzen Löwen”.

Bernd Perplies teilte Karten des Imperiums aus, bevor er mit der eigentlichen Lesung begann. So sollten wir uns die Sprünge von Lesungsausschnitt zu Lesungsausschnitt und natürlich die Welt selbst noch besser vorstellen können. Dazu plauderte er ein wenig aus dem Nähkästchen und erklärte, warum der geneigte Betrachter einige Ähnlichkeiten zum Mittelmeer finden kann, tatsächlich ist Google Maps bei der Erstellung von fantastischen Weltkarten eine große Hilfe.

bucon29_perplies

Das Besondere am “Imperium der Drachen” ist wohl die Welt, in der die Geschichte spielt. Eine High-Fantasy-Welt, die nicht etwa am Mittelalter, sondern an der Antike angelehnt ist. Wohlbekannte eisengefällige Zwerge und Ritter in strahlender Rüstung wird man damit in Bernd Perplies Roman vergeblich suchen, es sind die Vorväter dieser Gestalten, die hier ihren Auftritt haben.

Im Anschluss an die Lesung konnte ich tatsächlich noch die Autoren von “Eis und Dampf” abpassen, deren Lesung parallel zu der von Perplies lief. Damit ist meine Anthologie gleich um acht Signaturen reicher, die Lust auf “Die zerbrochene Puppe” ungebrochen und die Neugier auf ein noch folgendes Rollenspiel in eben jener Welt geweckt.

Auch beim nächsten Programmpunkt war die Entscheidung schwer, sollte ich zur Lesung von Thilo Corzilius “Dorn” oder mir doch lieber die Neuerscheinungen des Verlags Thorsten Low präsentieren lassen. Wir entschieden uns für letzteres und wurde mit selbstgebackenen Shortbreads von Stefanie Mühlsteph belohnt. Selbige stellte im Dialog mit Thorsten Low einige Szenen aus ihrem Roman “Blutschwur – Die Söhne des Drachen vor” (wer Interesse hat, das Buch ist im Tausch für eine Rezension noch immer zu haben).

bucon29_thorstenlow

Neben “Blutschwur” wurden noch zwei weitere Bücher vorgestellt. Alfred Wallon las aus seinem Roman “Dark Worlds”. Eine Dystopie mit Westernsetting, das dem Autor zufolge an den Film “Mad Max” und die Comicreihe “Jermiah” erinnert. Außerdem las Dag Roth seine Geschichte aus der Anthologie “Götter des Imperiums” vor. Eine Anthologie, die von den Eingriffen der Götter in die Geschehnisse während der Zeit des römischen Reiches erzählt.. Nach der Lesung überlege ich tatsächlich, ob ich mir die Anthologie zulegen sollte, vor allem nachdem Dag Roth (wie die beiden anderen Autoren auch) die Lesung mit einem Cliffhanger beendete.

Auch der nächste Programmpunkt beinhaltete eine Anthologie: “Schattenlichter – Geschichten aus Gareth”, die als Ergänzung zu der DSA Box “Gareth – Kaiserstadt des Mittelreiches” erschien und den Leser in die Hauptstadt Aventuriens entführt. Im Dialog gewährten Herausgeberin und fünf der Autoren einen Einblick in die Geschichtensammlung. Während Christian Langes Geschichte (die tatsächlich komplett vorgelesen wurde) mir etwas zu düster war, hat mir der darauf folgende und sehr amüsante Ausflug durch Gareth an der Seite von Henning Mützlitzs Horasier deutlich besser gefallen (der Ausschnitt war eindeutig zu kurz). Zu guter Letzt gewährte Judith C. Vogt den Leser noch einen kleinen Einblick in das enthaltene Spin-Off zu ihren DSA-Romanen “Im Feuer der Esse” und “Im Schatten der Esse” bevor die kurzweilige Stunde schon vorüber war und ein Buch mehr auf die Wunschliste gewandert ist.

bucon29_schattenlichter

Der zwischenzeitliche Ausflug durch die Verlagshalle und die riesige Tüte mit allerlei Flyer und Programmheftchen tat dann ihr übriges, die Wunschliste zu füllen. Besonders ins Auge gefallen sind mir die folgenden Bücher:

geschichtenausdemdrachenwinkel phantastischesfruehstück jaegerimzwielicht

Eine Anthologie über die Buchhandlung “Drachenwinkel”, von der ich schon viel gehört habe, allerdings noch keinen Blick hineinwerfen konnte (sie liegt leider nicht in der Nähe). Mit dem Buch wäre der Ausflug natürlich deutlich einfacher.
Auch die Frühstücksanthologie aus dem Amrûn Verlag klingt vielversprechend, auch wenn mir das Cover nicht sonderlich zusagt.
Die neuste Novelle aus den „Magischen Schriften“ des Ulrich Burger Verlags, „Jäger des Zwielichts“, hat ebenfalls mein Interesse geweckt.
Keine Ahnung warum ich keines der Bücher gleich eingepackt habe – vermutlich einfach, um später den E-Book-Reader gut zu füttern (damit wäre dann auch gleich das Platzproblem im Bücherregal gelöst).

bucon29_alantua

Aus der Flyertüte ist mir vor allem die Beigabe zu Jessica Bernetts “Alantua” ins Auge gefallen. Eine kleine Papiertüte mit dem Zeichen des Buches verziert, in der sich ein kleines Teelicht und eine Visitenkarte mit einem Zitat des Buches finden ließen. Wenn das Buch genauso liebevoll erstellt wurde wie die kleine Beigabe ist es sicher auch einen Blick wert.

Zur Preisverleihung des Deutschen Phantastik Preis sind wir leider nicht mehr geblieben, wer wissen will, an wen die Preise gingen, findet hier die Übersicht der Gewinner.

Published in: on Oktober 12, 2014 at 9:00 vormittags  Comments (2)  
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[Aufgestöbert] Shadow Study von Maria V. Snyder

Neue Buchwünsche lassen sich eigentlich immer aufstöbern. Einen ersten Blick auf dieses Buch konnte ich auf der Facebookseite der Autorin werfen, auf dem Blog der Autorin gibt es weite Infos (und den Klappentext).

shadowstudy Maria V. Snyder
Shadow Study
Verlag: Mira
384 Seiten
Taschenbuch
ISBN-10: 0778317404
ISBN-13: 978-0778317401
10,90 €

Was an diesem Buch besonders ist? Es führt die Yelena Reihe von Maria V. Snyder fort. Eine meiner “neueren” Lieblingsfantasyreihen und ich freu mich riesig, dass die Geschichte von Valek und Yelena endlich weitergeht. Falls ihr sie noch nicht kennen solltet: Hier geht es direkt zu meinen Rezensionen der Reihe.

Published in: on Oktober 8, 2014 at 12:30 nachmittags  Comments (4)  
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[Lesesungsbericht] “Die Geschichte beginnt in einer Höhle … “

… so erklärt Thomas Thiemeyer den Besuchern der Premierelesung von “The Wall” die ungewöhnliche Lokation der Lesung: Die Nebelhöhle in Sonnenbühl.

Nachdem sich einige Blogger schon vorab beim 7. Stuttgarter Bücher- und Blubberstammtisch getroffen hatten und im Shuttlebus gemeinsam mit dem Autor Oliver Kern zur Nebelhöhle fuhren, begann um 18:00 der Höhepunkt des Abends. Die Nebelhöhle öffnete ihre Tore, um die rund 50 Besuchern und Autoren durch die beeindruckenden Gänge bis zum Ort des Geschehens zu führen:

lesungthewall01

Dort, wo die sechs Autoren vom Club der fetten Dichter (Rainer Wekwerth, Uwe Laub, Oliver Kern, Hermann Oppermann, Boris von Smercek und Thomas Thiemeyer) ihr gemeinsames Projekt vorstellten: Den Mystery-Thriller “The Wall”.

Das Buch erscheint in sechs Teilen zu je 100 Seiten. Jeder der Teile wurde von einem der Autoren aus der Sicht einer anderen Figur geschrieben – welcher Autor hinter den einzelnen Bänden steckt, halten die sechs aber vorerst geheim. Band eins, “Das Erwachen” ist ab heute erhältlich, die nächsten Bände erscheinen im zweiwöchentlichen Turnus. Die Veröffentlichung als “echtes” Buch ist auch im Gespräch, noch ist man als E-Book-Leser aber eindeutig im Vorteil.

Fans der TV-Serie Lost sollten Gefallen an der Reihe finden, haben sich die Autoren unter anderem auch von eben jener Serie inspirieren lassen. So werden die Hintergründe und Informationen zu Personen und Handlungsort erst im Verlauf der Geschichte vereinzelt enthüllt. Damit ist man als Leser vermutlich ebenso ratlos wie die Figuren selbst, was den Ort des Geschehens angeht und wie die Figuren ihren Weg dorthin gefunden haben.

In absolut passender, wenn auch recht kühler Umgebung entführte Boris von Smercek die Zuhörer in die Höhle, in der die Geschichte ihren Anfang nimmt. Gemeinsam mit einem der Protagonisten erkundet man die ersten Ausläufe der Höhle, entdeckt weitere Mitstreiter und einen tiefen Abgrund.

lesungthewall02

Nachdenklich machte man sich dann auf den Rückweg durch die Höhle, bevor der Abend bei einem gemütlichen Plausch, guten Essen und auch der ein oder anderen Signatur (in andere Bücher der Autoren) den Abend gemütlich ausklang.

Published in: on Oktober 5, 2014 at 3:00 nachmittags  Comments (1)  
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Lust auf einen Bloggerbücherflohmarkt (BBM)?

Vor einer Weile habe ich bei Fräulein Wunderbar von Puppenzimmer eine ziemlich interessante Aktion entdeckt: Shop Around The Blog

Am 3. eines jeden Monats (unter anderem also auch heute) startet sie einen Blog-Sale, bei dem jeder mitmachen kann. Ähnlich eines Trödelmarkts bietet man in einem Blogartikel bis zu 5 Artikel an, die man loswerden möchte. Alle Angebote werden auf Puppenzimmer verlinkt und von dort aus kann man den gemütlichen Bummel durch die Bloggerwelt starten.

Mir persönlich sind dort allerdings deutlich zu wenig Bücher unterwegs. Daher habe ich mir (nach Rücksprache mit Fräulein Wunderbar) überlegt, in der Buchbloggerwelt ein ähnliches Projekt zu starten, einen Bloggerbücherflohmarkt (BBM).

Die Vorgehensweise wäre dann ähnlich der von Fräulein Wunderbars Shop Around The Blog, allerdings sollen nur Bücher angeboten werden (wie es sich für einen Büchermarkt gehört).

Jeder der mitmachen möchte schreibt einen Artikel, in dem er die Bücher, die er aussortiert hat beschreibt und seine Preisvorstellung nennt. Ich verlinke die Artikel auf meinem Blog, sodass ihr von hier mit den Stöbern über den BBM starten könnt. Den Kauf klärt ihr dann direkt mit dem jeweiligen Blogger ab.

Was haltet ihr davon? Hättet ihr Lust dabei zu sein?

Published in: on Oktober 3, 2014 at 12:30 nachmittags  Comments (1)  
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Rune der Knechtschaft von Ange Guéro

runederknechtschaft Ange Guéro
Rune der Knechtschaft
Verlag: Penhaligon
396 Seiten
Taschenbuch
ISBN-10: 3764530332
ISBN-13: 978-3764530334

Das Cover des Buches ist ein echter Blickfang: Vor dem roten, mit Runen durchzogenen Hintergrund kann man eine durch einen Mantel verdeckte Gestalt mit erhobenem Schwert erblicken, hinter der ein kreisrundes Portal den Betracher einen Blick auf ein Segelschiff in Küstennähe werfen lässt. Mir gefällt sowohl die Komposition als auch der Bezug zum Buch – ich bin mir ziemlich sicher, dass auf eben jenem Schiff die Geschichte ihren Anfang nimmt.

Nur der Gnade und dem Mut eines Mädchens verdankt der zum Galeerensklaven verurteilte Arekh sein Leben. Dennoch hat er nicht das Gefühl, in Marikanis Schuld zu stehen und hält ihr mehr als einmal die Unvernunft ihrer Tat vor Augen. Trotzdem folgt er ihr in die Berge und schützt sie mal mehr, mal weniger widerwillig vor den kommenden Gefahren. Ob der zu Recht Verurteilte durch sie sein Ziel in der Welt gefunden hat?

Schon mit den ersten Seiten wird der Leser mitten ins Geschehen geworfen. Die Galeere, auf der sich die Hauptperson der Geschichte, Arekh, befindet, geht unter. Er selbst sieht den sicheren Tod vor Augen. Bis ein Mädchen – Marikani – seine Fesseln durchschneidet und ihm so das Leben rettet. Eine Tat, die er ihr schnell vergilt, als ein weiterer der von ihr geretteten Sklaven sie töten will.

Arekh erkennt in Marikani die Prinzessin des Reiches, schiffbrüchig im Land ihres Feindes. Er hat nicht vor, lange an ihrer Seite zu verweilen – und doch ist es ein weiter Weg, den sie zusammen hinter sich bringen. Ein Weg, auf dem Arekh mehrmals gegen seine ursprünglichen Absichten handelt und dem Leser dabei immer sympathischer wird, sodass man, als sich seine Vergangenheit letztendlich enthüllt, noch immer Sympathie für ihn empfindet.

Die wirkliche Hauptperson ist aber wohl Marikani. Obwohl sie selbst nicht zu Wort kommt, ist sie in Arekhs Gedanken ebenso präsent wie in denen der Leser. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Durch ihre Entschlossenheit, ihrem Mut und ihren Prinzipien treibt sie die Geschichte voran, während ganz langsam auch ihre Geheimnisse enthüllt werden. Für mich wäre Marikani allein schon Grund genug, das Buch zu lesen und ihre Geschichte zu verfolgen. Sie ist tatsächlich eine faszinierende Persönlichkeit, die fast allein in der Wildnis ebenso gut zurecht kommt wie in den Palästen und Intrigen des Reiches.

Das Buch hat allerdings noch einiges mehr zu bieten als faszinierende Persönlichkeiten: Magie, spannende Verfolgungsjagden, Schwertgefechte, interessante Alliierte und diplomatisches Geschick vor dem Hintergrund eines seit Jahrtausenden unterdrückten Volkes. “Die Legende von Ayesha” erzählt den Beginn vom Ende dieser Unterdrückung (zumindest will ich das hoffen). Es ist die Geschichte um den Funken, der die Rebellion entzünden wird. Ein Funke, der schon weit länger glüht als man als Leser die Geschichte begleitet, auch wenn der Funkenschlag mit eben jenem Schiff beginnt, der auf dem Cover des Buches dargestellt wird.

Mir hat an diesem Buch tatsächlich alles gefallen, die Figuren, das Setting, der Hintergrund samt den darin enthaltenen Rätseln und der gesamte Plot. Ange Guéro ist es tatsächlich gelungen, mich immer wieder zu überraschen (selbst auf den letzten Seiten noch). Er hat mich mit den Figuren mitzufühlen und ganz und gar in ihrer Welt versinken lassen. Bei ist mir ist der Funke damit definitiv übergesprungen.

Neugierig geworden? Eine Leseprobe findet ihr hier.

Published in: on Oktober 1, 2014 at 12:30 nachmittags  Comments (2)  
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Briefkastenfüllungen KW39

Auch diese Woche hat der Postbote den Weg zu mir (und meinen Briefkasten) gefunden und gleich zwei Bücher im Gepäck gehabt:

briefkastenfuellungkw39

“Butter bei die Fische” ist ein Buch, dass man im Süden von Deutschland vermutlich höchst selten antreffen wird, da es eine Kurzgeschichtensammlung von Schleswig-Holsteinern für Schleswig-Holsteiner ist. Veröffentlicht wurde das Buch von der Union-Bank und der Ostanagler Versicherung und ist auch nur dort erhältlich. Glücklicherweise hat mir Tanja Rast, die mit ihrer Geschichte “Moorfeuer” ebenfalls in der Sammlung vertreten ist, eines der Exemplare besorgt :-). Das Buch ist ein kleines Schmuckstück in Plankenoptik (vielleicht kann man es auf dem Bildausschnitt hier etwas besser erkennen) und wird schon allein wegen Tanja Rasts Widmung und ihrer Geschichte einen Ehrenplatz im Regal erhalten.

plankenoptik

Zu “Meltworld Shanghai” gibt es keine so ausführliche Hintergrundgeschichte, auch wenn schon das Cover versteht, die Blicke auf sich zu ziehen und auch die Geschichte definitiv etwas besonderes ist (die Rezension folgt natürlich noch).

Published in: on September 28, 2014 at 12:00 nachmittags  Comments (2)  
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Blutschwur – Die Söhne des Drachen von Stefanie Mühlsteph

blutschwur Stefanie Mühlsteph
Blutschwur – Die Söhne des Drachen
Verlag: Thorsten Low
382 Seiten
Taschenbuch
ISBN-10: 3940036234
ISBN-13: 978-3940036230
13,90 €

Sowohl das Cover als auch der Titel des Buches sind ziemlich blutig: Ich zumindest habe mit den roten Schlieren, die das Cover durchziehen und das darauf befindliche Schwert bedecken, eindeutig mit selbigem assoziiert. Auf Liebhaber düsterer und blutiger Geschichten wirkt das sicher einladend, mich hätte das Cover eher von einer näheren Betrachtung des Buches abgehalten.

Mit dem brutalen Tod ihres Hundes endet Catherines bis dahin recht überschaubares Leben als pazifistische Geschichtsstudentin. Verfolgt von düsteren Gestalten wird sie in eine Welt hineingestoßen, an die sie vor dem kürzlich Erlebten niemals geglaubt hätte. Als Schlüssel zu der Erweckung von Graf Dracula bleibt ihr allerdings nicht viel Zeit, sich an diese neue Welt zu gewöhnen.

Mit dem Prolog hat mich Stefanie Mühlsteph schnell in den Bann ihrer Geschichte gezogen: Wer ist der Fremde, dessen Gedanken man lauschen kann, und wer die dunkle Schönheit, die er beobachtet? Die Antwort kann man auch mit dem Ende des Buches nur vermuten.

Mit der Einführung der Hauptperson wird der Leser allerdings abrupt aus dieser fantastisch-melancholischen Stimmung gerissen, denn fantastisch ist das Leben der mit ihrem Studium und dessen Finanzierung ausgelasteten Studentin definitiv nicht zu nennen. Mit der brutalen Ermordung ihres Hundes wird ihr Studentenalltag jedoch jäh unterbrochen. Und damit beginnt der düstere Teil der Geschichte, der Kampf von Kresnik und Kudlak, in dessen Mitte Catherine unfreiwillig steht: Eine Bluttransfusion hat sie zur letzten Hoffnung für die Erweckung von Graf Dracula – für die historisch bewandte Studentin besser bekannt als Vlad, der Pfähler – gemacht, eine Erweckung, die von seinen Anhängern, den Kudklaks, sehnlichst gewünscht wird, während die ihnen gegenüberstehenden Kresniks sie mit aller Macht verhindert wollen.

Während Catherine die Ereignisse erst nicht wahrhaben will, lassen Kresnik und Kudlaks sie nicht aus den Augen. Tatsächlich kommen ihr einige sogar sehr nah – eine Nähe, die Catherine nicht unbedingt unangenehm ist. Die klassische Dreiecksbeziehung ist damit auch in dieser Geschichte untergebracht. Meine Sympathie war hier schnell vergeben – allerdings wohl nicht an den Richtigen, zumindest wenn es nach dem Ende des Buches geht. Da mir Catherine selbst auch nicht übermäßig sympathisch war, vermutlich kein Verlust. Schon ihre Persönlichkeit hat mir nicht zugesagt – ihre Freundin Jessie wäre da schon eher auf meiner Wellenlänge – und spätestens mit ihrer radikalen und blutdürstigen Abkehr vom Pazifismus hatte Catherine bei mir alle Sympathiepunkte verloren. Und damit hatte dann auch die Geschichte schnell einiges von ihrem Reiz eingebüßt.

Eigentlich schade, der Hintergrund der Geschichte hat mir nämlich durchaus gefallen: Die Spaltung von Kresnik und Kudlaks (vereinfacht gesagt gute und böse Vampire) und ihre Geschichte, die die Autorin gekonnt in einen historischen Kontext gesetzt hat. In Kombination mit einer Protagonistin, mit der ich einfach nicht warm werden konnte – die einzigen Figuren, die ich tatsächlich mochte, waren Catherines Freundin Jessie und mein Sympathieträger aus der Dreiecksbeziehung – hatte dieser allerdings keine Chance, mich vom Gesamtwerk zu überzeugen.

Zum Glück gab es keine langatmigen Durststrecken: In diesem Buch überschlagen sich die Ereignisse, gelingt der Protagonisten in wenigen Wochen, wofür andere Helden Jahre brauchen (das Meistern von uralter Kampftechnik zum Beispiel). So kommt es dann auch schnell zum finalen Showdown, bevor die Geschichte durch die Benotung von Catherines historischen Recherchen und einen kleinen Blick hinter den Schleier von Kresnik und Kudlak abgerundet wird.

Da es letztendlich nur Rahmen und Hintergrund waren, die mich bei diesem Buch überzeugen konnten, kann ich das Buch nicht wirklich weiterempfehlen – wer mag, kann es trotzdem gerne mit dem Buch versuchen, ich geb’ es im Austausch für eine Rezension gerne an einen anderen Fantasyleser weiter.

Published in: on September 26, 2014 at 12:30 nachmittags  Hinterlasse einen Kommentar  
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Flammenwüste von Akram El-Bahay

flammenwueste Akram El-Bahay
Flammenwüste
Verlag: Bastei-Lübbe
528 Seiten
Taschenbuch
ISBN-10: 3404207564
ISBN-13: 978-3404207565
9,99€

Das Cover des Buches lässt den Betrachter auf eine Wüstenlandschaft blicken, in die ein riesiger schwarzer Drache bedrohlich auf drei Wanderer hinab blickt. Mich hat das Cover ziemlich neugierig gemacht, die Kombination von Wüste und Drachen ist schließlich nicht gerade üblich und verleitet damit im Nu dazu, einen Blick ins Buch zu werfen.

Heimlich träumt Anûr ed-Din davon, selbst der Held einer der Geschichten zu sein, die er und sein Großvater Nûr ed-Din den Menschen erzählen, während sie ihrem Broterwerb als Geschichtenerzähler nachgehen. Als die Soldaten des Kalifen den Geschichtenerzähler Nûr ed-Din suchen um ihn in den Palast den Kalifen zu führen, gibt sich Anûr als sein Großvater aus, um einmal den Palast von innen zu sehen. Mit der Entschlüsselung uralter Rätsel und der Suche nach einem Drachen beginnt dann tatsächlich Anûrs eigene Geschichte.

Die Art der Geschichte gefällt mir ebenso wie die unzähligen Ideen, die Akram El-Bahay in seinem Buch untergebracht hat. Der Gedanke an eine Bibliothek der ungeschriebenen Bücher gefällt mir, nur zu gern würde ich mal einen Blick in eine solche Bibliothek werfen. Und auch die Völker in dieser Geschichte sind in klassischen Geschichten eher seltener zu finden, vom Volk der Sucher (den Hütern der Bibliothek der ungeschriebenen Bücher) habe ich zum Beispiel noch nie gehört. Drachenmenschen kennt man schon eher, die Nori als solche nicht. Und auch wenn Drachen, Ghule, Dschinne und Ifriten dem Leser fantastischer Romane wohl nicht fremd sind, ist die Kombination selbiger etwas Neues.

Das Einbringen von orientalischen Märchen und Geschichten, die Anûr oder sein Großvater erzählen oder erzählt bekommen, erinnert an die Märchen aus Tausendundeine Nacht – auch wenn die Haupthandlung hier weitaus länger und wichtiger ist als die in der orientalischen Märchensammlung. Hier umrahmen die kurzen Geschichten nur die Haupthandlung und verleihen ihr so etwas mehr orientalisches Flair.

Der Plot selbst ist relativ gradlinig, auch wenn mich das Auftauchen der verschiedenen Figuren doch immer wieder überraschen konnte. Die Helden selbst sind ziemlich jung, Jugendliche, die den Großteil ihres Lebens noch vor sich haben und denen einiges an Erfahrung fehlt. Abgesehen von Anûr bleiben sie allerdings relativ blass – und selbst Anûr, dessen Gedankengänge dem Leser nicht verschlossen bleiben, konnte mich nicht wirklich mitreißen. Die Gefahren, die er und seine Gefährten meistern müssen sind überwältigend (zumindest bei der ersten Erwähnung), letztendlich werden sie aber doch relativ einfach gemeistert. Damit fand ich die Geschichte insgesamt nicht übermäßig spannend. Trotzdem hat die Geschichte doch ein besonderes Flair und viele Kleinigkeiten, die in Erinnerung bleiben: Der ausgelassene fliegende Teppich, die Bibliothek der vergessenen Bücher, die Sucher und ihre Sammlung und die Geschichten der Geschichtenerzähler (zumindest einige davon).

Wirklich überzeugen konnte mich das Buch allerdings nicht. Vielleicht bin ich einfach schon zu belesen, um mich vom jungen Anûr und seiner Geschichte mitreißen zu lassen und vielleicht ist gerade für jüngere Leser der glatte Verlauf genau das Richtige – für mich war es das trotz des wundervollen Settings und der schönen Ideen leider nicht.

Published in: on September 24, 2014 at 12:30 nachmittags  Hinterlasse einen Kommentar  
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Briefkastenfüllungen KW38: Post aus Libropolis – Teil 2

Wer mir bei Facebook folgt, hat es vermutlich schon gesehen: Diese Woche habe ich ganz besondere Post bekommen, ein Überraschungspäckchen von Fischer Verlag.

ueberraschungspost

Darin enthalten war die offizielle Bestätigung, ein Bibliomant zu sein, und dazu alles, was der Leserherz rund um “Die Seiten der Welt” begehren könnte: Die Schuberedition des Buches, ein “Die Seiten der Welt”-Notizbuch, das Hörbuch und eine Autogrammkarte von Kai Meyer – alles von ihm persönlich signiert :-).

bibliomant

Ich bin immer noch am Bewundern…

P.S.: Wer das Buch noch nicht sein eigen nennt, kann bei Zeilensprung – Literatur erleben vorbeischauen. Dort besteht die Möglichkeit, eines von zwei signierten Exemplare des Buches zu gewinnen.

Published in: on September 21, 2014 at 10:00 vormittags  Comments (5)  
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