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Martine Leavitt Keturah – Gefährtin des Todes Verlag: Hanser 240 Seiten ISBN-10: 3446234756 ISBN-13: 978-3446234758 14,90 € |
Das Cover des Buches zeigt eine weiß gekleidete, ziemlich blasse Frau und eine verhüllte Gestalt in einer Umarmung. Der Hintergrund ist in einem dunklen Waldgrün gehalten. Ein Cover, das ziemlich gut auf eine der Szenen im Buch passt und damit definitiv die Ausnahme ist (im positiven Sinne).
Die Geschichte, von der das Buch handelt, erzählt die Hauptperson – Keturah – selbst. “Eine Geschichte von Zauberei und Liebe, von Tod und Tapferkeit, und eine, die das Herz wärmt”. – Besser kann ich die Geschichte auch nicht zusammenfassen.
Die 16-jährige Keturah ist eine Geschichtenerzählerin. Als sie am nahe gelegen Waldrand den Hirsch aus ihren Geschichten sieht, folgt sie ihm – und verirrt sich im Wald. Dort trifft sie auf den Tod, der plant, sie mit sich zu nehmen. Keturah schlägt ihm jedoch einen Handel vor und darf vorerst in ihr Dorf zurückkehren. Findet sie innerhalb eines Tages die Liebe ihres Lebens, darf sie am Leben bleiben, ansonsten muss sie mit dem Tod ziehen …
Keturah, die Hauptperson der Geschichte, ist nicht nur eine gute Geschichtenerzählerin, sondern ist auch etwas Besonderes. Keturah kann seit ihrer Kindheit den Tod sehen. Den Tod, den auch die normalen Sterblichen spüren: Wenn sie Hunger leiden oder der kalte Wind ihnen durch die Knochen pfeift.
Mit Keturahs Geschichte zeigt Martine Leavitt, dass an dem Tod nichts Schlechtes ist. Gerade er macht das Leben lebenswert. Tod und Leben gehören eben einfach zusammen.
Keturahs Umgang mit dem Tod ist vielleicht respektlos, aber sicher nicht schlechter als der, den die Menschen in ihrem Dorf (oder auch wir selbst) mit ihm pflegen. Keturah versucht, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, lässt sich auf einen Handel mit ihm ein – aber nicht nur für sich, sondern auch für die Menschen, die sie liebt. Ob sie dabei die Liebe ihres Lebens finden wird werde ich nicht verraten, aber ihre Suche danach ist deutlich mehr als nur lesenswert.
Das Ende der Geschichte kam (zumindest für mich) unerwartet. Aber es passt zu der Geschichte, es ist ein gutes Ende, genau wie das Buch ein gutes Buch ist – sogar besser.
Eine Geschichte zum Nachdenken, “eine Geschichte von Zauberei und Liebe, von Tod und Tapferkeit, und eine die das Herz wärmt” – und damit eine Geschichte, die perfekt in die jetzige Jahreszeit passt. Ein Buch, mit dem man es sich mit einer warmen Decke auf dem Sofa gemütlich machen kann – um es dann an einem Stück durchzulesen.
Hier könnt ihr euch selber von der Geschichte verzaubern lassen.













