Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid v. Gabriella Engelmann

Das Wochenende ist rum 😦 und lässt ein weiteres gelesenen Buch zurück:

Gabriella Engelmann
Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid
Verlag: Arena
261 Seiten , Taschenbuch
ISBN-10: 3401064886
ISBN-13: 978-3401064888
13,95 €

Das Cover des Buches gefällt mir nicht wirklich. Eine schwarzhaarige ganz in schwarz gekleidete Person – wahrscheinlich Schneewittchen – vor einem lilafarbenen Hintergrund. Auf mich wirkt das ganze eher langweilig. Da schaffen es auch die farbigen Titelzeilen nicht wirklich das Cover aufzupeppen.

Das Buch erzählt die Geschichte von Sarah Sandmann – Schneewittchen. Nach dem Tod ihrer Mutter hat ihr Vater Bella Schönhuber geheiratet. Diese mochte Sarah von Beginn an nicht, war sie doch einfach viel zu hübsch. Mit nun siebzehn Jahren ist Bella ihr um einiges zu schön. Umso schlimmer, dass Bella ohne den geringsten Aufwand ihrerseits ein Modelvertrag angeboten wird, während sie darum kämpfen muss von der Modebranche wahrgenommen zu werden. Die Lösung ihres Problems ist schnell gefunden: Sarah muss sterben.

Nachdem der erste Mordversuch fehl geschlagen ist flüchtet Bella zu den „Zwergen“, eine Gruppe junger Männer, die seit dem Kindergarten als Zwerge bekannt sind und den Namen auch mit dem Eintritt ins Erwachsenenleben nicht geändert haben. Die sympathischen Kerle beschließen Sarah vor ihrer Stiefmutter zu beschützen. Dies gelingt jedoch immer nur sehr knapp, meist durch den Einsatz des achten Zwerges – Felix von Hohensee – der Sarah um einiges mehr fasziniert als der Rest der Bande…

Auch wenn die meisten Leser Schneewittchen wahrscheinlich gelesen haben (oder zumindest mal davon gehört haben) und damit die Handlung im Großen und Ganzen schon kennen lohnt es sich einen Blick in das Buch zu werfen.

Die Stereotypen aus dem ursprünglichen Märchen sind nicht mehr ganz so schwarz weiß und haben neben dem Versuch Schneewittchen vor den Mordanschlägen durch ihre Stiefmutter zu schützen auch ihre eigenen Probleme. So ist zum Beispiel Zwerg Nummer vier – JamieTim – hoffnungslos in eine Kellnerin verknallt und verliert aufgrund seines Vegetarier-Dasein immer wieder seine Anstellung als Koch. Die Figuren, selbst Bella, sind einfach mehr als oberflächig und lassen daher das Märchen viel lebendiger bzw. realer erscheinen als das Original. Und auch das Ende der Geschichte – selbstverständlich ein Happy End für Schneewittchen – endet anders als erwartet, zumindest was die böse Stiefmutter angeht.

Insgesamt eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte, die sich zwar der Märchenvorlage bedient, es aber trotzdem schafft eigenständig zu bleiben.

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Published in: on Oktober 17, 2010 at 7:11 pm  Schreibe einen Kommentar  
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