Malice von Chris Wooding

Nachdem ich mich für ein Buch für Station 6 (Fantasy-Horror *brrr*) der All you need is Fantasy … ! – Challenge entschieden hatte wollte ich es irgendwie auch schnell lesen. Nach einem Speed-Read 😉 hier also die zugehörige Rezension:

Chris Wooding
Malice – Du entkommst ihm nicht
Verlag: Ravensburger
425 Seiten , Hardcover
ISBN-10: 3473353299
ISBN-13: 978-3473353293
16,95 €

„Malice“ ist eine Mischung aus Roman und Comic, d.h. die Geschichte wird abwechselnd in Roman- und Comicform erzählt.
Das Cover des Buches zeigt den Bösewicht der Geschichte, Tall Jake, vor einem im roten Hintergrund stilisierten Ausschnitt aus der Comicwelt „Malice“.

„Malice“ ist eine Comicreihe um eine Welt voller bösartiger Maschinenwesen und heimtückischer Labyrinthe. Ein Comic, der nur schwer zu beschaffen ist (einige bezweifeln sogar dessen Existenz) und um den sich einige Gerüchte ranken: Es heißt, dass Tall Jake, der Bösewicht der Geschichte, Kinder in seine Comicwelt holt, wenn sie ein bestimmtes Ritual ausführen.

Luke glaubt nicht daran, dass er in einen Comic gezogen werden kann. Um seine Freundin Heather zu beeindrucken (und um ihr zu beweisen, dass das Gerücht eben nur ein Gerücht ist) führt er das Ritual durch und fordert Tall Jake auf, ihn zu holen – Wenige Tage später ist er spurlos verschwunden.

Von Heather auf die Spur von Malice gebracht, machen sich Lukes Freunde Seth und Kathy auf die Suche nach Luke und dem mysteriösen Comic. Seth glaubt weder daran, dass der Comic existiert, noch an das Gerücht, das sich darum rankt – bis ihm schließlich eine Ausgabe von Malice in die Finger gerät, die Luke in eben dieser gefährlichen Welt zeigt. Dann aber begibt er sich selbst nach Malice und versucht Tall Jake aufzuhalten.

Die Mischung aus Comic und Roman ist im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, da fließend zwischen den Schreibformen gewechselt wird. Nach kurzer Einlesezeit hat mir der ständige Wechsel jedoch nichts mehr ausgemach, im Gegenteil: Durch Lesen des Comics war ich als Leser sozusagen auf gleicher Ebene mit der Person im Buch, die den Comic zeitgleich mit mir gelesen hat.
Der Wechsel der Blickrichtung, mal wird aus Lukes oder Heathers, später aus Kathys oder Seths Sicht erzählt, gibt den Leser stets einen guten Überblick über das Geschehen, sowohl in unserer Welt als auch in Malice.

Der Gruselfaktor des Buches hielt sich glücklicherweise (zumindest für mich als leicht zu gruselnde Person) in Grenzen. Die in Malice „lebenden“ Maschinen klingen durchaus gefährlich, die Vorstellung von zischenden metallernen Affen, den Zischlern, die den in Malice befindlichen Kindern Lebensenergie stehlen und sie dadurch auch töten können, um damit weitere Maschinen zu betreiben, ist gruselig. Die geschilderten Situationen, wie zum Beispiel der Gang durch eine dunkle Höhle voller feindlicher (zum Glück blinder) Wesen, während das mitgebrachte Licht langsam verlöscht ,waren spannend. Teilweise schien die Situation für die einzelne Person, aus deren Sicht gerade berichtet wurde, sogar hoffnungslos, aber richtig Angst um die Hauptpersonen hatte ich trotzdem nie. Vielleicht hat die Darstellung in Comicform die Situationen realitätsferner wirken lassen, der „Grusel“-Funke ist bei mir auf jeden Fall nicht übergesprungen.
Dem einen oder anderen Gruselfan wird das Buch eher nicht zusagen, da die richtigen Schocker fehlen, mir jedoch hat es gut gefallen :-). Die Geschichte war spannend und abwechslungsreich, die Mischung aus Roman- und Comicform positiv „interessant“. Das Ende des Buches ist für ein echtes „Happy End“ leider zu offen, aber die Helden der Geschichte leben noch. Die ungeklärten Fragen des Lesers müssen allerdings auf den nächsten Band der Reihe, „Havok“, warten.

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Published in: on Januar 14, 2011 at 8:53 pm  Comments (1)  
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