Drei Engel für Armand von Jim C. Hines

Jim C. Hines
Drei Engel für Armand
Verlag: Bastei-Lübbe
448 Seiten , Taschenbuch
ISBN-10: 340420607X
ISBN-13: 978-3404206070
9,99 €

Das Cover zeigt drei einsatzbereite Kriegerinnen vor einem Torbogen in einer Burg. Die Frauen haben ihre Waffen gezückt, ihre Haare, ihre Kleidung und die in der Burg hängenden Fahnen flattern im Wind. Ein Cover, das einiges an Action verspricht. – Da passt dann auch der Titel: „Drei Engel für Armand“, der doch sehr an den Actionfilm „Drei Engel für Charlie“ erinnert.

Was passiert mit den Märchenfiguren, wenn die Geschichte zu Ende und das „Happily Ever After“ ausgesprochen ist? Leben sie wirklich „glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage“?
Nun, im Fall von Danielle Whiteshore (Aschenputtel) ist dem nicht so. Das Leben als Prinzessin ist nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatte und nun ist auch ihr Ehemann – Armand – verschwunden. Ihre eifersüchtigen Stiefschwestern haben ihn mit Hilfe von Magie entführt.

Gemeinsam mit dem königlichen Geheimdienst – von dem sie bisher nicht das geringste geahnt hatte – macht sich Danielle auf den Weg, ihren Prinzen zurückzuerobern: Ihr zur Seite stehen Talia (Dornröschen) und Schnee (Schneewittchen). Auch ihre Märchen endeten nicht so, wie es die Märchenbücher zu erzählen wissen. Beide haben in Aschenputtels Reich Unterschlupf gefunden und bringen ihre Fähigkeiten – Talia ist eine Meisterin des Kampfes und Schnees beherrscht die Spiegelmagie – nun bei der Rettung von Armand ein.

Die Idee, die bekannten Märchen weiterzuführen und die Hauptpersonen von einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten ist gut, aber nicht wirklich neu. Das Einbringen von Szenen und Geschehnissen aus den ursprünglichen Märchen in die Geschichte ist gut umgesetzt. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht wirklich überzeugt, der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Das Buch war interessant, aber definitiv nicht fesselnd – ich hatte nicht das Gefühl im Geschehen zu sein, sondern eher, das Geschehen von einem weit entfernten Punkt zu betrachten.

Alles in allem eine Geschichte, mit der man sich gut einen Nachmittag vertreiben kann. Wenn man sie nicht gelesen hat, hat man allerdings auch nicht allzu viel verpasst.

Published in: on Februar 22, 2011 at 6:47 pm  Kommentar verfassen  
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