Infinity: Der Turm von Wolfgang Hohlbein

Infinity kann man meiner Meinung nach eher der apokalyptische Science Fiction als der Fantasy zuordnen. Das sollte dem Lesespass aber keinen Abbruch tun:

Wolfgang Hohlbein
Infinity: Der Turm
Verlag: Piper
625 Seiten , Hardcover
ISBN-10: 3492702236
ISBN-13: 978-3492702232
19,95 €

Das Cover des Buches ist in dunklen Blautönen gehalten. Im Zentrum des Covers befindet sich ein Turm – Der Turm. Am Fuße des Turmes ist eine Tür geöffnet, aus der ein seltsam geformter Lichtstrahl zur Spitze des Turmes strebt. Außerdem kann man dort einen Menschen entdecken – winzig im Vergleich zum Turm. – Ein düsteres, geheimnisvolles Cover, das zum Lesen einlädt.

Im Buch werden drei Handlungsstränge verfolgt. Diese erzählen von Prinzessin Infinity, dem Mädchen Gea und von General Mardu:

Prinzessin Infinity steht kurz vor ihrer Krönung, als der Tag des Empfangs ansteht: Die traditionelle Begegnung zwischen der Herrscherin des Turmes und dem Heerführer von Belagerung, der vor dem Turm liegenden Stadt. Ein Treffen, das zu einer weiteren Waffenruhe führen soll.

Während das Treffen naht, zündet General Mardu im Auftrag des Heerführers, Craiden, eine Atombombe – mit verheerender Wirkung: Auch wenn der Schild des Turmes nicht durchbrochen wird, werde die dem Turm am nächsten gelegenen Stadtviertel völlig zerstört und überall in der Stadt finden sich nicht zu löschende Brandherde. Mardus Begleiter sind tot und so muss er sich erst einmal alleine durch die Stadt zurück zum Heer schlagen.

Der dritte Handlungsstrang liegt in der Vergangenheit: Craidens Vater ist der Führer des Heers. Craiden ein junger Soldat, der ein Mädchen in der Stadt vor Plünderern retten: Gea. Ein völlig furchtloses Mädchen im Besitz mächtiger Tech-Magie, das keine Ahnung von dem Leben in Belagerung hat.

Wolfgang Hohlbein erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und springt dabei zwischen den Handlungssträngen hin und her. Dies ist jedoch nicht allzu verwirrend, da die unterschiedlichen Perspektiven auch als solche gekennzeichnet sind. Sie ermöglichen es dem Leser, die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln zu erleben – wirkliche Klarheit bringen sie jedoch nicht in die Geschichte. Es werden nicht wirklich Hintergründe erläutert, sondern nur das erzählt, was im Moment geschieht. Die Gedanken der Hauptpersonen beschränken sich auf das Hier und Jetzt. Das ist es auch, was die Geschichte wirklich komplex macht. Der Leser wird in eine Situation hineingeworfen, ohne etwas über sie zu wissen. Er macht sich Gedanken über Zusammenhänge, bestätigt werden diese jedoch in den seltensten Fällen. Damit bleibt für den Leser einiges im Dunklen.

Gerade das ist es, was die Geschichte ausmacht und die Spannung hervorruft (und über das komplette Buch hält). Der Leser weiß nicht, was ihn erwartet. Für ihn sind die Situationen genauso unvorhergesehen wie für die Akteure.
Es kann aber auch frustrierend sein, wenn sich dem Leser nicht der komplette Zusammenhang erschließt – auch nicht mit dem Ende des Buches. Dort sind immer noch zu viele Handlungsstränge nicht abgeschlossen, zu viele Fragen offen.

Einem Interview mit Wolfgang Holhbein auf Geisterspiegel zufolge wird die Geschichte weitergeführt werden. Ich finde es ein wenig frustrierend, wenn eine Geschichte nicht wirklich beendet ist und mag es nicht, auf die nächsten Bände warten zu müssen. Daher empfehle ich potentiellen Lesern, auf das Erscheinen des nächsten Bandes oder der weiteren Bände zu warten, bevor sie sich an das Buch machen. Wer seine Neugier jedoch nicht bezähmen kann wird von dem Buch sicherlich nicht enttäuscht werden, ihn erwartet eine düstere und spannende Story.

In dem Buch findet sich ein Code, den ihr auf der Website von Schandmaul für das Lied „Geas Traum“ – dem Lied zum Buch – einlösen könnt. Ohne Code kann man sich dort zumindest den Trailer anschauen.

Reinlesen könnt ihr hier.

Published in: on Februar 27, 2011 at 7:30 pm  Comments (1)  
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  1. […] Jahren (zu Beginn meiner Bloggerzeit) bereits rezensiert habe (die “alte” Rezension findet ihr hier). Ich fand, dass die Rezension einen Neuanstrich (ich glaube es ist eher eine Renovierung geworden […]


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