Oldies but Goldies: Die schwarze Stadt von Tamora Pierce

Und wieder kommt er nicht rechtzeitig, der allmonatliche Oldie – sagen wir einfach, der März-Oldie fällt aus. 😉
Und damit präsentiere ich euch den Oldie des Monats April, der durch meine Anthologie-Rezension „Tortall and other Lands“ inspiriert wurde. Der vorgestellte Titel ist das erste veröffentlichte Buch von Tamora Pierce. Die Originalausgabe erschienen 1983 unter dem Titel „Alanna: The First Adventure“, die erste deutsche Ausgabe 1985.

Tamora Pierce
Die schwarze Stadt
Verlag: Arena
207 Seiten , Taschenbuch
ISBN-10: 3401018159
ISBN-13: 978-3401018157

Das Cover dieser Ausgabe zeigt ein Mädchen – wahrscheinlich die Heldin der Geschichte, Alanna – auf einem Pferd. Zur linken der Reiterin befindet sich ein Schloss (das des Königs von Tortall vielleicht) und in der rechten oberen Ecke eine dunkle Stadt. Außerdem kann man noch drei weitere Reiter auf dem sehr grün gehaltenen Cover entdecken.

Das Buch erzählt die Geschichte der jungen Alanna, die es sich in den Kopf gesetzt hat, ein Ritter bzw. eine Ritterin zu werden. Aber nicht sie, sondern ihr Zwillingsbruder Thom soll zum Ritter ausgebildet werden. Sie dagegen soll im Kloster in die Kunst der Magie unterwiesen werden. Da Thom von der Tatsache, ein Ritter zu werden, allerdings ebenso angetan ist wie Alanna davon, ins Kloster zu gehen, tauschen sie kurzerhand die Plätze.

Ein von Thom gefälschter Brief ermöglicht es beiden, dem Ziel ihrer Wünsche näher zu kommen: Alanna geht als Alan von Trebond nach Corus, um dort zum Ritter ausgebildet zu werden, während Thom sich auf den Weg ins Kloster macht, um ein mächtiger Zauberer zu werden. – Jetzt gilt es nur noch, ihre Begleitungen und die an ihrem Reiseziel auf sie wartenen Personen zu überzeugen (oder zu täuschen).

Mit Alanna beschreibt Tamora Pierce keine typische Heldin. Sie hat durchaus ihre Zweifel und auch ihre Schwächen und ist im Gegensatz zu den „normalen“ Helden nicht perfekt. Sie versucht jedoch, sich ihren Zweifeln und Ängsten zu stellen. Sie wagt Dinge, die andere nie für möglich gehalten haben und meistert sie mit Hilfe ihres Durchhaltevermögens (manch‘ einer nennt es auch Sturheit). Alanna ist eine Heldin, die man einfach gern haben muss.

Tamora Pierce beschreibt jedoch nicht nur Alanna – auch wenn es ihre Geschichte und sie damit die Hauptperson ist. Alanna findet ihre Freunde (und Feinde) nicht nur im Palast. Und auch, wenn die jungen Pagen bei ihrer Ausbildung zum Ritter Ehrgefühl und gutes Benehmen lernen sollen, ist Adel ist noch lange kein Garant für diese.

Durch die handelnen Personen gibt Tamora Pierce dem Leser einen Einblick in die Welt von Tortall, speziell in seine Hauptstadt Corus. Man lernt nicht nur den Palast und den Adel kennen, sondern auch die gewöhnlichen Bürger (mit ihren mehr oder weniger gewöhnlichen Arbeiten).

Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt (oder schreiben könnte); Figuren, die es dem Leser einfach machen, sich mit ihnen zu identifizieren oder sich in sie zu verlieben. Und damit Ein Buch, das nicht damit endet, im Schrank zu verstauben, sondern immer wieder zum Lesen herausgenommen wird.

Was soll ich sagen? Es ist eindeutig eines meiner Lieblingsbücher und ich habe es schon mehrfach gelesen – und werde es ganz gewiss auch noch öfter lesen. Es macht einfach immer wieder Spaß, in die Welt von Tortall einzutauchen. Sei es mit einem neuen Buch (das nächste erscheint voraussichtlich im November) oder mit einem alten, schon mehrfach gelesenen.

Published in: on April 4, 2011 at 8:50 pm  Comments (2)  
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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. […] Arbeit und euch die Langeweile zu ersparen können diejenigen, denen das Buch noch unbekannt ist hier […]

  2. […] sogar empfehlen, die Tortall-Romane nach Erscheinungsdatum sortiert zu lesen und daher mit “Die schwarze Stadt” zu […]


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