Das Erbe des Zauberers von Terry Pratchett

Nach der umzugsbedingten Challenge-Pause habe ich mich endlich an die nächste Station der All you need is Fantasy … ! – Challenge gemacht. Für Station 4 (Humorvolle Fantasy) habe ich das erste Buch der Hexen-Reihe von Terry Pratchetts Scheibenwelt gelesen:

Terry Pratchett
Das Erbe des Zauberers
Verlag: Piper
288 Seiten , Taschenbuch
ISBN-10: 3492285023
ISBN-13: 978-3492285025

Das Cover ist ein typisches Pratchett-Cover: Völlig bunt und verdreht. Bei genauerem Hinschauen kann man eine hexende Hexe (wahrscheinlich „Granny“ Wetterwachs) und einen zaubernden Zauberer erkennen, außerdem ein kleines Mädchen mit einem Zauberstab (vermutlich Eskarina), einige Totenschädel, Bücher, ein Frosch, ein Krokodil und diverse andere Sachen – je länger man das Cover betrachtet, desto mehr kann man entdecken.

Das Buch erzählt die Geschichte der jungen Eskarina – Esk. Aufgrund einer Verwechslung (oder weil die Magie es so wollte – die hat bei Terry Pratchett durchaus ihren eigenen Willen) wurde Esk kurz nach der Geburt ein Zauberstab durch einen sterbenden Zauberer übergeben. – Die Ausbildung zum Zauberer ist ihr als Mädchen jedoch verwehrt.

Eine Tatsache, der „Granny“ Wetterwachs schnell Abhilfe schaffen möchte, nachdem sie feststellen muss, das Esk nicht als Hexe taugt. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zur Unsichtbaren Universität, um Esk doch noch einen Studienplatz zu beschaffen.

Man merkt, dass „Das Erbe des Zauberers“ eine der frühen Geschichten von Terry Pratchett ist. Die Figuren sind immer noch sympathisch, aber längst nicht so ausgereift wie in den aktuellen Büchern. – Das kann natürlich durchaus daran liegen, dass die Figuren nach einigen Bändern einfach mehr Hintergrund haben, hat mich hier aber schon ein bisschen gestört.
Trotz der auch hier vorkommenden lustigen Stellen ist die Geschichte längst nicht so komisch wie die späteren Bände. Hier hat Terry Pratchett sich mit seinen Anspielungen auf andere Fantasy-Literatur wohl einfach noch etwas zurückgehalten.

Nichtsdestotrotz hält auch diese Geschichte einiges an Komik und Anspielungen bereit. So leben Esk und Oma Wetterwachs beispielsweise in einem Ort namens „Blödes Kaff“. Und das Grundprinzip der Magie beruht wohl darauf, dass Menschen dumm sind (eine Aussage, die auch Terry Goodkind in seiner „Schwert der Wahrheit“ – Reihe vertritt) – um es mit Oma Wetterwachs Worten zu sagen: Das ist Pschikologie ;-).

Alles in allem ist das Buch ist nicht schlecht, aber Terry Pratchett kann es auch besser. Oma Wetterwachs – Fans (zu denen ich mich wohl auch zähle ;-)) werden sich den ersten Band der Reihe sicherlich trotzdem nicht entgehen lassen wollen. Neueinsteigern würde ich aber dennoch raten, zuerst zu einem anderen der Bücher zu greifen. An Terry Pratchett muss man sich erstmal gewöhnen – und das geht sicherlich am Besten mit einem Buch, bei dem er seinen jetzigen Stil bereits gefunden hat.

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Published in: on April 20, 2011 at 12:01 pm  Comments (2)  
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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. ich liebe ja die hexengeschichten von pratchett! 🙂

  2. […] [Station 5] Tier-Fantasy Traumjäger und Goldpfote von Tad Williams [Station 4]Humorvolle Fantasy Das Erbe des Zauberers von Terry Pratchett [Station 3] Historische Fantasy Das Kind der Stürme von Juliet Marillier [Station 2] Heroische […]


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