Das Kind der Stürme von Juliet Marillier

Irgendwie komme ich zur Zeit nicht ganz so oft zum lesen wie ich möchte 😦 und habe daher auch einige Tage gebraucht, um das nächste Buch für die All you need is Fantasy … ! – Challenge zu lesen. Für Station 3 (Historische Fantasy) habe ich den dritten Band der Sevenwaters-Reihe von Juliet Marillier gelesen:

Juliet Marillier
Das Kind der Stürme
Verlag: Knaur
746 Seiten , Taschenbuch
ISBN-10: 3426702487
ISBN-13: 978-3426702482

Ich habe die deutsche Erstausgabe des Buches gelesen, mittlerweile gibt es auch eine neuere Ausgabe mit einem anderen Cover, die im Gegensatz zu meiner Ausgabe auch noch bei Amazon erhältlich ist.

Das Cover meiner Ausgabe zeigt eine mit einem Mantel verhüllte Frau, an deren Seite ein Bogenschütze steht. Im Hintergrund befinden sich mehrere größere Steine, die mich irgendwie an Stonehenge denken lassen. Mir gefällt es, auch wenn die beiden Figuren auf dem Cover mich nicht wirklich an die Hauptperson erinnern. Irgendwie passt es dennoch zu dem Buch.

Fainne ist von ihrem Vater in völliger Abgeschiedenheit aufgezogen und in die Magie unterwiesen worden. Nur die Sommer, in denen das fahrende Volk ihr Lager in ihrer Nähe aufschlagen bieten Abwechslung: Denn mit ihnen kommt auch Darragh, ihr bester (und einziger) Freund.

Als ihr Vater krank wird, beschließt er sie nach Sevenwaters, der Heimat seiner verstorbenen Frau zu schicken. Eine Tatsache, die Fainnes Großmutter, der Zauberin Oonagh, sehr gelegen kommt. Sie sieht ihre Chance auf Rache (für die in den vorherigen Bändern passierten Geschehnisse) an Sevenwaters gekommen. Sie droht Fainne mit dem Tod ihrer Liebsten und will sie so zwingen, ihr bei der Vernichtung von Sevenwaters zu helfen …

Juliet Marillier zieht den Leser langsam aber stetig immer tiefer in das Geschehen hinein. Sie beginnt mit der Schilderung des einfachen Lebens (und der noch einfachen Gedanken) von Fainne. Aber Fainnes Leben wird komplizierter, ebenso wie die Geschichte. Und genau wie die Geschichte entwickelt sich Fainne langsam aber stetig weiter.

Die böse Zauberin Oonagh bleibt das Buch über konstant böse – die dunkle Seite des Buches ist also klar definiert. Dennoch schreibt Juliet Marillier nicht in Schwarz-Weiß, sondern kennt auch die Grautöne – und nicht nur die: Alle Figuren sind einzigartig und bis ins Detail ausgearbeitet (einige hatten dafür allerdings auch schon zwei Bänder Zeit), sodass der Leser nicht nur von oben auf das Geschehen hinablickt, sondern das Gefühl hat, mittendrin zu sein. – Ich hatte es definitiv.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen – und das trotz der Tatsache, dass ich die ersten zwei Bände der Reihe nicht gelesen habe und tendenziell eher keine historische Fantasy lese. Das Buch hat mich dennoch einfach in den Bann gezogen.

Die anderen beiden Sevenwaters-Bände sind damit direkt auf meine Wunschliste gewandert…

Reinlesen könnt ihr übrigens hier.

Published in: on Mai 20, 2011 at 2:43 pm  Comments (2)  
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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. […] 4]Humorvolle Fantasy Das Erbe des Zauberers von Terry Pratchett [Station 3] Historische Fantasy Das Kind der Stürme von Juliet Marillier [Station 2] Heroische Fantasy (Sword and Sorcery) Die Verpflichtung von Lorna Freeman [Station 1] […]

  2. […] in “Der Sohn der Schatten” und “Das Kind der Stürme” die Feenwelt und die Magie etwas in den Hintergrund gerückt wurden, stehen sie mit […]


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