Die Traummeister von Jo Zybell

Jo Zybell
Die Traummeister
Hoffmann und Campe
574 Seiten, Taschenbuch
ISBN-10: 3455403123
ISBN-13: 978-3455403121
EUR 14,99

Wie schon bei „Die Tochter der Goldzeit„, den ersten bei Hoffmann und Campe erschienen Roman von Jo Zybell, ist das Cover in beige-grau und mit Runden durchzogen. Im oberen Bereich zeigt ein rechteckiger Ausschnitt den Kampf eines Kriegers und einer Schlange. – Und wie bei der „Tochter der Goldzeit“ passt das Cover nicht wirklich zum Inhalt des Buches, auch wenn es ziemlich gut aussieht.

Von den „Flüchtigen“ (den Menschen) werden die Luxinen „Unsterbliche“ genannt, aber auch wenn sie ein hohes Alter erreichen, sind sie nicht unsterblich. Eine Tatsache die ihnen selber nicht wirklich bewusst ist. Sie wird ihnen jedoch wieder ins Bewusstsein gerufen, als sie von den Traummeistern und ihren Dienern, den „Goldenen“, angegriffen werden. Viele der Luxinen werden verschleppt, unter ihnen auch der Geliebte der Wasserluxine Algyra, Ombaryon.

Nur begleitet von zwei Königsgreifen macht sich Alygra auf die Suche nach den Verschleppten.

„Die Traummeister“ ist in vier Kapitel unterteilt, die jeweils mit einem Ausschnitt aus der Chronik der Luxinen beginnt, geschrieben von Veda Venusya, der Mutter von Alygra. Diese Chronikauszüge geben dem Leser Informationen über die Geschichte der Welt und der Luxinen, aber auch einen kleinen Ausblick ins weitere Geschehen.
Die einzelnen Kapitel sind aus der Sicht verschiedener Protagonisten geschrieben, sodass der Leser nicht nur eine Seite sieht, sondern verschiedene Perspektiven war nimmt. Das macht die „Schurken“ in dem Buch allerdings nicht sympathischer. So sind zum Beispiel die Gedanken des Herrschers der schwarzen Festung, Accman, einfach nur als diabolisch zu bezeichnen. Aber auch die Ziele der Traummeister, die totale Vernichtung des „Bösen“ (u.a. der Luxinen) durch Schaffung von Monstern ist nicht wirklich nachvollziehbar, aber konsequent. Da ist es durchaus einfacher, sich mit den Helden Alygra und Ombaryon zu identifizieren. Auch sie können fehlen, aber dennoch bleiben sie ihren Idealen treu: Einer der Gründe, warum Ombaryon die Gefangenschaft deutlich besser übersteht als seine Mitgefangenen und sogar der Magie der Traummeister widerstehen kann, ist seine Liebe zu Alygra, die um ihn zu finden eine gefährliche Reise auf sich nimmt (aus Liebe – auch wenn sie sich das zuerst nicht eingestehen will).

Die tieferen Motive für die Handlungen der Traummeister bleiben im Dunklen, nicht so die des dunklen Herrschers. Und auch die Nebenfiguren sind tief genug ausgearbeitet um Motive zu besitzen, die für den Leser durchaus nachzuvollziehen sind.

Eine weitere spannende Geschichte in einer weiteren faszinierenden Welt, auch wenn diese nicht ganz so detailliert beschrieben ist wie die in Tochter der Goldzeit. Für manche vielleicht ein Pluspunkt, ich finde es schade. Nichts desto trotz ist das Buch durchaus lesenswert. Es hat eigentlich alles was eine gute Fantasy-Story braucht, Abenteuer, Magie, einen finsteren Herrscher und Liebe. Das Buch ist eben einfach nicht ganz so gut wie die Tochter der Goldzeit.

Eine Leseprobe findet ihr hier.

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Published in: on Juni 26, 2011 at 12:52 pm  Schreibe einen Kommentar  
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