Die Enklave von Ann Aguirre

Auch wenn ich es quasi direkt nach dem Auspacken gelesen habe, hat die Rezension etwas auf sich warten lassen (es lebe die LoRe ;-)), jetzt ist sie da :-).

Ann Aguirre
Die Eklave
Blanvalet
352 Seiten, Taschenbuch
ISBN-10: 3442268125
ISBN-13: 978-3442268122
EUR 16,90

Bei diesem Buch war es das Cover, das meine Aufmerksamkeit erregt hat. Es hat mich irgendwie an „Tinker“ erinnert und damit an der Angel gehabt. Es zeigt eine Frau (wahrscheinlich „Zwei“, die durch eine verbogene Metallwand nach draußen (in Richtung des Lesers) blickt. Am Metall kann man eine Ranke erkennen, das Metall scheint also recht alt zu sein.

„Zwei“ ist in der Enklave geboren und aufgewachsen. Sie ist stolz, dass sie das Ritual ihrer Namensgebung zu einer „Jägerin“ macht, auch wenn sie sich einen anderen Jagdgefährten als „Bleich“ ausgesucht hätte.
Ihre gemeinsamen Jagdausflüge aus der Enklave hinaus in die umliegenden Tunnel (und darüber hinaus) schweißen sie jedoch schnell zusammen. Als „Zwei“ für ein Verbrechen (laut den Gesetzen der Enklave), das sie nicht begangen hat, verbannt wird, folgt „Bleich“ ihr in die Verbannung. Er weiß nämlich etwas, was die Bewohner der Enklave nicht wissen (und auch nicht wissen wollen): Das Leben an der Oberfläche ist nicht gefährlicher als das in den Tunneln. Und auch dort gibt es sichere Orte. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, diesen Ort zu finden…

Ann Aguire beschreibt in ihrem Roman eine Zukunft, die, so düster sie auch scheinen mag, tatsächlich Wirklichkeit werden könnte: Eine Katastrophe, die das Leben in bestimmten Gebieten unmöglich macht, Reiche und Mächtige werden evakuiert, die restlichen Menschen werden ihrem Schicksal überlassen. Einige überleben – mehr oder weniger menschlich – aber alles hat sich verändert. Neue Kulturen entstehen, sowohl auf als auch unter der Erde. Nicht alles wurde zerstört und „Artefakte“ aus der alten Welt sind wertvolle Handelsware. In dieser Welt leben „Zwei“ und „Bleich“ – auch ihre Namen sind Teil der neuen Kultur, in der sie leben.

Die Geschichte wird aus der Sicht von „Zwei“ geschrieben, für die die Welt „oben“ völlig neu ist. Gemeinsam mit ihr entdeckt der Leser, was aus der Erde geworden ist und bekommt durch „Zwei“s Augen einen völlig neuen Blickwinkel auf altbekannte Gegenstände.

Das Verhalten der Menschen (egal ob „oben“ oder „unten“) ist anders als unseres, aber durchaus nachvollziehbar – es ist vorstellbar.

Das Buch ist gut recherchiert und wirklich durchdacht, die Figuren wirken fast real und die Geschichte ist einfach spannend. Auch wenn die Geschichte ein klares Ende hat, war ich froh, als ich festgestellt habe, dass die Autorin bereits an einem Nachfolgeband schreibt: „Outpost“.

Reinlesen könnt ihr hier.

Published in: on Juli 2, 2011 at 4:20 pm  Comments (1)  
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One CommentHinterlasse einen Kommentar

  1. Ich liebe dieses Buch ja und möchte ebenfalls schnell einen zweiten Band! 🙂

    Liebe Grüße,
    Clee


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