Mission Clockwork – Gefahr für das britische Empire von Arthur Slade

Arthur Slade
Mission Clockwork – Gefahr für das britische Empire
Verlag: Thienemann
350 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3522201310
ISBN-13: 978-3522201315
14,95 €

Das Cover zeigt ein Uhrwerk, durch das man einen Blick auf eine verhüllte Gestalt – ich vermute Modo – vor der Silhouette von London erkennen kann. Ein Cover, das definitiv zur Geschichte passt.

Seit ihn Mr. Socrates als einjähriges Kind zwei Schaustellern, die ihn als Teil ihrer Ausstellung benutzt haben, abgekauft hat, befindet sich Modo in der Ausbildung: Er lernt lesen, schreiben, Kampfkünste und seinen Kopf zu gebrauchen – all dies ohne je mit anderen Menschen als seinen Lehrern Kontakt zu haben. Denn Modo ist missgestaltet und einfach schrecklich anzusehen – seine Gabe, jedermanns Gestalt anzunehmen, macht ihn jedoch äußerst nützlich.

Als Agent in Mr. Socrates Dienst soll er helfen, eine Verschwörung gegen die Königin, das Verschwinden wichtiger Adeliger und auch das einiger Waisenkinder aufdecken. Ihm zur Seite steht die wunderschöne Octavia, eine weitere von Mr. Socrates Agentinen. Nun muss Modo nicht nur seine Tatkraft beweisen sondern auch seine wahre Gestalt vor Octavia verbergen…

Arthur Slade wechselt in seiner Geschichte häufig die Perspektive. Zu Beginn schauen wir Mr. Socrates bei der Untersuchung und schließlich dem Kauf von Modo über die Schulter, später Modo bei seiner Ausbildung. Auch die Entwicklung des Bösewichts kann man als Leser detailliert verfolgen. – Aber das sind nicht die einzigen Personen, denen man beim Lesen folgt. Trotz – oder gerade wegen – des häufigen Perspektivenwechsels bleibt es spannend. Man bekommt jeweils nur Stückchen des Gesamtgeschehens geliefert und muss sich einiges selber zusammenreimen – oder darauf warten, dass Modo und Octavia es tun.

Arthur Slade liefert jedoch nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch eine wirklich sympathische Hauptperson. Das kleine misshandelte Kind, das nach seiner Rettung voller Bewunderung zu Mr. Socrates aufschaut, entwickelt in seiner Mission seine eigene Meinung – und steht dafür ein. Es ist schade, dass ihm sein Äußeres so zu schaffen macht und er sogar – oder gerade – Octavia seine wahre Gestalt nicht zeigen möchte – aber verstehen kann man es.

Es ist leicht, den Bösewicht der Geschichte, Mr. Hayde zu hassen, aber letztendlich ist auch er nur ein kleines Rad im Getriebe – machen sich doch andere seine abnormale Genialität zu Nutze.

Mit dem Ende des Buches ist die erste Mission von Octavia und Modo beendet und auch das Buch abgeschlossen, nicht jedoch ihre Arbeit als Agenten und auch nicht die Reihe „Míssion Clockwork“. Im Februar 2012 widmen sich die beiden ihrer nächsten Mission – und ich werde schauen, dass ich ihnen auch dort über die Schultern schauen kann.

Neugierig geworden? Hier könnt ihr einen Blick ins Buch werfen.

Published in: on September 3, 2011 at 8:00 am  Kommentar verfassen  
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