Nephilim von Gesa Schwartz

Gesa Schwartz
Nephilim
Verlag: Egmont Lyx
602 Seiten
ISBN-10: 3802584570
ISBN-13: 978-3802584572
12,99 €

Das Cover des Buches zeigt einen Jungen mit Flügeln, inmitten von einigen Trümmern. Der Mond scheint hell und erleuchtet die umliegenden Häuser. Ein Cover, dass durchaus die Blicke auf sich zu ziehen vermag.

Das Buch selbst beginnt spannend: Ein Kampf zwischen zwei nichtmenschlichen Wesen in den Gassen von Rom. Ein Kampf um einen Jungen, der eine will ihn schützen, der andere will ihn finden.
Der Junge, um den gekämpft wird, weiß von all‘ dem nichts. Aber eh‘ er sich versieht befindet er sich mitten in einem Kampf, ganz ähnlich dem zu Beginn des Buches. Denn der Junge ist ein Nephilim, aber nicht nur das: Er ist der „Sohn des Teufel“ – ein Nephilim mit der Macht, den Teufel aus der Hölle zu befreien und erneut auf die Welt loszulassen.

Mit dem ersten Kapitel zieht Gesa Schwartz den Leser schnell in den Bann. Man befindet sich plötzlich mitten in einem Kampf zwischen zwei Wesen, von denen man nichts weiß außer ihre Namen. Ein Kampf mit tödlichem Ausgang.
Dann wechselt die Szenerie zu einem Jungen, Nando, der nicht weiter besonders scheint: Gutherzig, aber arm. Ein Geburtstagskind, das selbst an seinem Gebursttag Sonderschichten machen darf. Der Alltag dieses Jungen wird jedoch jäh auf den Kopf gestellt. Er erfährt von einer Welt, die die meisten Menschen nicht zu sehen bekommen – und er erfährt, dass er ein Teil dieser Welt ist. Eine Welt, die ihm jedoch äußerst feindlich gesinnt ist. Ihm zu Seite steht ein Engel, Antonio, der ihm nicht nur Mentor, sondern auch Freund ist. – Dieser Teil der Geschichte, die Einführung in die Welt von Engeln, Dämonen und Nephilim, die Ausbildung des jungen Nephilim und die Abneigung seinesgleichen gehen ihn – er ist schließlich der Sohn des Teufels – wirkten auf mich eher vorhersehbar. Ich würde nicht so weit gehen, diesen Part des Buches als langweilig zu bezeichnen, die Spannung aus dem ersten Teil ist jedoch wieder verloren gegangen.
Das ändert sich in der zweiten Hälfte des Buches. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf und auch, wenn auch hier noch einige Klischees bedient werden – zum Beispiel das des eifersüchtigen Verräters – bekommt die Geschichte ihren ganz persönlichen Charme.

Die Figuren entwickeln sich weiter, weniger die Hauptperson als viel mehr die Neben- und Randfiguren aus der Stadt der Nephilim. Die Kämpfe zwischen Engeln, Dämonen und Nephilim führen zu unerwarteten Situationen. Ab hier hat mir das Lesen wieder Spass gemacht. Die Spannung aus dem ersten Kapitel wird langsam wieder erreicht und dann sogar übertroffen.

Mit dem Ende des Buches ist dann die erste Schlacht geschlagen, der Held jedoch hat seine Bestimmung gerade erst angenommen. Der richtige Kampf steht erst noch bevor. Ein Kampf, der in den weiteren Bänden von den „Chroniken der Schattenwelt“ fortgeführt werden wird. Aber bis dahin wird wohl noch einige Zeit vergehen – von dem nächsten Band ist weder Titel noch Erscheinungstermin bekannt.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Buch empfehlen soll. Die zweite Hälfte des Buches kann ich ohne Bedenken empfehlen, der Leser sollte zu Beginn allerdings etwas Geduld mit dem Buch haben – es wird noch spannender – oder noch nicht ganz so viele Fantasyromane gelesen haben, denn dann sind bestimmte Teile der Geschichte vielleicht nicht ganz so vorhersehbar. Alles in allem ist das Buch aber durchaus lesenswert. Und nach dem neugierig machenden Ende würde ich auch einen weiteren Band aus der Reihe nicht verschmähen.

Reinlesen könnt ihr hier.

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Published in: on Oktober 21, 2011 at 8:09 pm  Comments (1)  
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One CommentHinterlasse einen Kommentar

  1. Schöne Rezension, ich bin gespannt, da ich es von der Buchmesse liegen habe 🙂
    vlg misa


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