Fabula von Christoph Marzi

Marzi, Christoph
Fabula
Verlag: Heyne
496 Seiten
ISBN-10: 345352327X
ISBN-13: 978-3453523272
14,00 €

Das Buch ist in dunklen Blautönen gehalten. Im Vordergrund des Covers befindet sich eine Burg (oder eine alte Villa), deren Tür und eines der Fenster erleuchtet ist. Vor der Burg kann man dutzende schwarze Vögel erkennen, im Hintergrund sieht man den vollen Mond.

Colin Darcy lebt nach dem Tod seines Vaters in London. Ebenso wie sein Bruder Danny hat er beschlossen, seine Mutter und seine Heimat hinter sich zu lassen. Dadurch ist jedoch auch der Kontakt der Brüder abgerissen.

Ein Anruf der Haushälterin seiner Mutter bringt ihn jedoch dazu, zurück in die Heimat zu kommen. Seine Mutter ist schon seit Tagen verschwunden und auch sein Bruder, der nach dem Verschwinden ihrer Mutter nach Hause gekommen ist, ist nun unauffindbar.

Der Schreibstil von Christoph Marzi ist anders. – Das kann man positiv oder negativ sehen, ist aber in jedem Fall etwas, an das man sich gewöhnen muss. Mich hat er damit an einigen Stellen zum Schmunzeln gebracht, aber das ein oder andere Mal auch ziemlich befremdet. Das fängt mit den ziemlich ausführlichen Überschriften – quasi Kapitelzusammenfassungen – an und endet bei den zum Teil ziemlich skurrilen Figuren und Handlungssträngen.

Als Leser findet man sich plötzlich inmitten von Situationen wieder, die auf den ersten Blick einfach nichts miteinander zu tun haben, nur um dann eines besseren belehrt zu werden. Zusammen mit Colin Darcy entdeckt man erst dessen Vergangenheit (wieder) auf, um dann Klarheit in die mysteriösen Geschehnisse zu bringen.

Alles in allem eine fesselnde Geschichte, die mir persönlich allerdings etwas zu skurril war. Das macht die Geschichte nicht schlecht, ist aber wie bereits zuvor erwähnt etwas gewöhnungsbedürftig. Ich vermute, dass es bei Christoph Marzi wie mit englischen Humor ist: Entweder man mag ihn oder man hasst ihn – jetzt muss ich mich nur noch für eine Seite entscheiden, vielleicht mit dem nächsten Buch ;-).

Reinlesen könnt ihr hier.

Published in: on Oktober 27, 2011 at 9:49 pm  Comments (2)  
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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ich glaube, das habe ich auch mal aus der Bibliothek gehabt. Die Uralte Metropole-Bücher und auch Marzis Schreibstil generell mag ich sehr, aber seltsamerweise bin ich bisher mit keinem anderen Marzi-Buch wirklich zurecht gekommen.

    Waren hier nicht auch dauernd Musikzitate enthalten? In manchen seiner Bücher hat mich das schwer genervt. Außerdem sind sie teilweise fürchterlich romantisch bis zum Kitsch 😉 War jedenfalls mein Leseeindruck. Wie ging es dir damit?

    • Musikkommentare sind mir keine aufgefallen. Vielleicht hat sich das ein oder andere eingeschlichen, aber in Massen sind sie hier definitiv nicht enthalten.

      Die klassische Liebesgeschichte durfte hier natürlich auch nicht fehlen, übermäßig kitschig fand ich sie aber eigentlich nicht. Die Liebesgeschichte hat das Buch eher ein bisschen aufgelockert.


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