Der Drachenflüsterer von Boris Koch

Durch dieses Gewinnspiel motiviert, habe ich „Der Drachenflüsterer“ aus den Untiefen meines SUB hervorgekramt und den freien Sonntag dazu genutzt, um in die Welt des Drachenflüsterers Ben einzutauchen. – Wer auch beim Gewinnspiel mitmachen möchte, sollte sich allerdings sputen: Einsendeschluss ist der 23.11.2011.

Boris Koch
Der Drachenflüsterer
Verlag: cbj
352 Seiten
ISBN-10: 3570400026
ISBN-13: 978-3570400029
7,95 €

Auf dem Cover des Buches ist das gelb leuchtende Auge eines Drachen zu sehen. Ein Auge, aus dem zwei Tränen tropfen und über das zwei Rauchschwaden ziehen. – Ein Cover, das definitiv den Blick von Drachenfreunden auf sich zieht.

Seit er denken kann, möchte der elternlose Ben ein Drachenreiter werden. Einer jener Männer, die die Drachen durch das Abschlagen ihrer Flügel vom Fluch Samoths befreien.

Doch Bens Traum scheint mehr als meilenweit entfernt zu sein. Als heimatloser Junge und Herumtreiber wird er eher herumgeschupst, als dass er überhaupt in die Nähe eines Drachens kommen kann.

Als Ben, des Mordes an einen Drachenritter verdächtigt, fliehen muss, wendet sich jedoch sein Schicksal. Er lernt einen echten Drachen kennen – und mögen. Ihre Freundschaft offenbart Ben, dass weit mehr in ihm steckt als ein Drachenritter, aber auch die Mythen der Drachenritter zu hinterfragen…

Die Hauptperson der Geschichte, Ben, ist ein Herumtreiber und Taugenichts – das aber, weil sich keiner um ihn kümmert und nicht, weil er es wollte. Nach dem Tod seiner Eltern muss er selber schauen, wie er zurecht kommt und ohne Unterstützung ist es da leicht, auf die schiefe Bahn zu geraten. – Das macht ihn aber eher sympathisch, als dass man auf seine kleineren Verfehlungen achtet.

Der Drache, auf den Ben in der Wildnis trifft, Aphyron, ist ein manchmal weiser, zum Teil aber auch unvernünftiger und leicht verrückter Drache. Ein Drache, der Feuer hasst und hinter jedem Lebewesen einen Brandstifter vermutet. Ein Drache, der von einen auf den anderen Tag lebt und jemand, der Bens Weltbild völlig auf den Kopf stellt. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Paar, das gemeinsam (mehr oder weniger gut, aber immer mit Humor) jede Hürde meistert.

In der Zwischenzeit versucht Bens einziger menschlicher Freund Yanko, dessen Unschuld zu beweisen. Den Yanko ist eine treue Seele, die sich durch Missachtung oder Prügel nicht von Bens Schuld überzeugen lässt. Da verzeiht man ihm als Leser schnell, dass er bei seinen Bemühungen Bens Unschuld zu beweisen auch der Tochter des örtlichen Minenbesitzers – von der Ben immer geschwärmt hat – näher kommt.

Die Geschichte ist nicht übermäßig tiefschürfend, aber unterhaltsam. Mit der Freundschaft zwischen Drachen und Menschen, der jungen Liebe, Mord und dem Geheimnis um die Mine und Samroths Fluch hat sie alles, was eine gute und abwechslungsreiche Geschichte braucht. Die Prise Humor, die den Drachen dabei voll getroffen hat, rundet die Geschichte ab, sodass nicht nur jüngere sondern auch ältere Drachenfreunde an ihr ihre Freude haben können.

Eine Leseprobe findet ihr hier.

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Published in: on November 21, 2011 at 7:00 am  Schreibe einen Kommentar  
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