Dark Angels Summer – Das Versprechen von Kristy und Tabita Lee Spencer

Auf „Dark Angels Summer“ wurde ich durch die zum Buch gehörige Blogtour aufmerksam gemacht. Die Einstufung als Fantasy-Roman und der doch eher nicht in diese Kategorie passende Klappentext haben mich neugierig gemacht.

Kristy und Tabita Lee Spencer
Dark Angels Summer – Das Versprechen
Verlag: Arena
475 Seiten
ISBN-10: 3401067842
ISBN-13: 978-3401067841
18,99 €

Das Cover des Buches ist in hellen, gelben und beigen Tönen gehalten. Es zeigt einige Blumen und vom Himmel fallende schwarze Federn. Die beiden Mädchen in der unteren linken Ecke des Covers passen so gar nicht ins Bild (oder heben sich einfach deutlich ab). Das Cover passt zum Buch, der deutliche Stilbruch (oder -wechsel) zwischen der Darstellung der Mädchen und dem restlichen Cover gefällt mir persönlich allerdings nicht so gut.

Nachdem die Schwestern Indie und Dawna ihre Granny seit Jahren nicht gesehen haben und auch nicht zu ihrer Beerdigung durften, kommt ihrer Mutter plötzlich auf die Idee, in das von ihr geerbte Gut in Whistling Wing zu ziehen. Ein weiterer Umzug von vielen, der Grund dafür ist den Schwestern mal wieder nicht ersichtlich. Das ändert sich kurz nach dem Einzug: Die Ursachen liegen bei Shantani, dem neuste Spleen (und Lover) ihrer Mutter. Er ist ein Medium, das ihrer Mutter und weiteren Seminarteilnehmern, die sie auf das Gut ihrer Großmutter eingeladen hat, helfen will, Kontakt zu ihren Schutzengeln herzustellen.

Die Verrücktheiten ihrer Mutter sind Dawna und Indie gewohnt, nicht jedoch die Merkwürdigkeiten, die sie in Whistling Wing erwarten: Das merkwürdige Gefühl, ihre Großmutter zu spüren, der unheimliche Schwarm großer schwarzer Vögel, der seit kurzem die Gegend unsicher macht, und das starke Gefühl, dass Shantani nicht Gutes im Schilde führt.

Kristy und Tabita Lee Spencer erzählen die Geschichte abwechselnd aus Indies und Dawnas Sicht. Zwei Schwestern, die im Alter weniger als ein Jahr auseinander liegen und sich sehr nah stehen. Egal wer von beiden berichtet, die Gedanken der anderen Schwester werden erahnt und sie sind nie weit voneinander entfernt, auch wenn die beiden selbst völlig verschieden sind.

Die Mutter der Schwestern ist einfach nur weltfremd. Sie scheint nicht das Gefühl zu haben, sich um ihre Kinder kümmern zu müssen und wenn sie an die beiden denkt, hat es meistens nichts mit ihren Töchtern zu tun. Mütterliche Fürsorge scheint ihr völlig fremd zu sein.

Die anderen Personen in dem Buch sind schwer einzuschätzen. Als Leser ist man sich nie sicher, wem Indie und Dawna vertrauen können. Aber auch die Geschehnisse in Whistling Wing erschließen sich sowohl Dawna und Indie als auch dem Leser nur sehr langsam. Das einzige, was man wirklich weiß ist, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht.

Das Buch hat einige fantastische Elemente, so können sich die beiden Schwestern zum Beispiel verständigen, ohne zu reden – Telepathie. Die spürbare Nähe zu der toten Großmutter kann ebenfalls als fantastisch bezeichnen. Diese Elemente passen aber genau so gut in jeden Mysterythriller oder Horrorroman. Und genau hier würde ich „Dark Angels Summer“ viel eher einordnen als in den fantastischen Bereich – auch wenn sich der Gruseleffekt in Maßen hält (und ich bin da wirklich empfindlich). Ich würde das Buch Lesern von Carlos Ruiz Zafón und seinen Romanen „Der Fürst des Nebels“ und „Der dunkle Wächter“ empfehlen – eben Lesern, die auf leicht unheimliche, den Leser lange im Dunklen haltende Geschichten stehen. Mein Fall war das Buch eher nicht.

Hier könnt ihr euch selber einen ersten Eindruck verschaffen.

Published in: on Februar 18, 2012 at 10:33 am  Schreibe einen Kommentar  
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