Cassia & Ky – Die Flucht von Ally Condie

Ally Condie
Cassia & Ky – Die Flucht
Verlag: FJB
464 Seiten
ISBN-10: 384142144X
ISBN-13: 978-3841421449
16,99 €

Das Cover des Buches gefällt mir, es ist eine direkte Fortsetzung des Covers des Vorgängerbandes: Befand sich die Person auf dem Cover – vermutlich Cassia – bei „Die Auswahl“ noch innerhalb einer Glaskugel, wird diese auf dem Cover von „Die Flucht“ durch einen gezielten Faustschlag zerstört. – „Die Flucht“ kann beginnen.

Cassia hat ihren Plan, sich auf die Suche nach Ky zu machen, in die Tat umgesetzt. Sie befindet sich nun in einem Arbeitslager in den äußeren Territorien und hofft, hier mehr über Kys Verbleib zu erfahren.

Ky wird mittlerweile mit einigen anderen Aberrationen als „Lockvogel“ für feindliche Angriffe eingesetzt. Eine Tätigkeit, die nach 6 Monaten enden soll, aber so lange hat noch keiner der Lockvögel überlebt. Da Ky nicht vorhat, für die Gesellschaft zu sterben, plant er seine Flucht.

Der Schwerpunkt von Band zwei der Reihe um Cassia und Ky liegt deutlich auf eben diesen beiden. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt und damit werden dem Leser ihre Gefühle und ihr gemeinsames Ziel sehr stark verdeutlicht: Cassia und Ky wollen wieder zu einander finden – um jeden Preis.

Was Ally Condie in die detaillierte Beschreibung der Gedanken, Gefühle und auch Vergangenheit der beiden hineinsteckt fehlt meines Erachtens aber bei der Beschreibung der Nebenfiguren. Alte Bekannte aus den vorherigen Geschehnissen sind nicht weiter wichtig und werden nur noch am Rande erwähnt, selbst Xander kommt nur in einem sehr kurzen Teil der Geschichte vor.

Mit den den neu eingeführten Nebenfiguren wurde ich beim Lesen einfach nicht warm. Auf mich wirkten sie farblos, nicht weiter wichtig – und das, obwohl Cassie zum Beispiel von Indie über ihre ganze Suche hinweg begleitet wird.

Cassia und Kys Bemühen einander zu finden scheint innerhalb der Geschichte unter einem überaus guten Stern zu verlaufen: Die plötzliche Strategieänderung der Gesellschaft, nun auch Mädchen als Lockvögel einzusetzen, die Tatsache, dass sowohl Cassia als auch Ky – zumindest nicht zeitgleich – genau an den selben Ort verlegt werden, an dem ihnen beiden kurz hintereinander die Flucht gelingt – Das sind nur einige der Punkte, die das ganze Geschehen etwas unglaubwürdig erscheinen lassen.

Gut gefallen haben mir die überall versteckten – und auch in den hintersten Winkeln der Gesellschaft vorkommenden – Hinweise auf die Erhebung, die in Gedichten und Liedern von Eltern an ihre Kinder weitergegeben werden. Diese lassen sowohl dem Leser als auch den Charakteren des Buches einiges an Gedankenfreiraum und machen die Erhebung – die Revolution gegen die Gesellschaft – dadurch ziemlich interessant.

Der fesselnde Schreibstil hat mich trotz der oben genannten Mankos am Buch gehalten – aber eben nicht wirklich überzeugen können. Das sehr offene und auch etwas deprimierende Ende (keine Angst, weder Cassia noch Ky sterben) hat sein übriges getan, mich vom Kauf des balb folgenden dritten Bandes abzubringen.

Wer trotzdem wissen will, wie es nach „Die Auswahl“ weitergeht, findet hier eine Leseprobe.

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Published in: on März 13, 2012 at 4:30 pm  Schreibe einen Kommentar  
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