Starters von Lissa Price

Lisssa Price
Starters
Verlag: Ivi
400 Seiten
ISBN-10: 3492702635
ISBN-13: 978-3492702638
15,99 €

Das Cover des Buches gefällt mir: Es ist komplett in dunklen Farben gehalten, vor dem schwarzen Hintergrund kann man Kopf und Schulter einer sich im Schatten befindlichen Frau (oder eines Mädchens) erkennen. Es ist nicht allzuviel, was man erkennen kann – aber gerade das macht neugierig auf den Inhalt des Buches.

Durch eine Seuche leben auf der Erde nur noch sehr junge und sehr alte Menschen: Starters und Enders. Während die Starters quasi rechtlos sind und ohne ältere Verwandten keine Chance auf ein annehmbares Leben haben, leben die Enders ziemlich gut.

Callie und ihr jüngerer Bruder Tyler haben keine älteren Verwandten, sie leben illegal in einem alten Wohnblock. Um an Geld zu gelangen lässt sich Callie auf die Body Bank ein. Eine Bank, die den Körper junger Starter an alte, nicht mehr so mobile Enders vermietet. Das Geld, das Callie für nur drei Mieten bekommen kann, würde ihr und ihrem Bruder ein deutlich besseres Leben bescheren.

Die ersten zwei „Aufträge“ klappen wie am Schnürchen, beim dritten und letzten ist jedoch nichts wie es sein sollte…

Schon mit dem ersten Kapitel wird man als Leser mitten in das Geschehen hineingestoßen: Die Hauptperson Callie befindet sich bei der Body Bank – und lässt sich deren Konzept vorstellen. Sie braucht Geld und die Body Bank bietet ihr diese Möglichkeit. Die Hintergründe für ihr Tun erfährt man erst im weiteren Verlauf der Geschichte. Man sieht die ziemlich harte Welt aus Callies Augen. Als Starter bleiben ihr nicht viele Möglichkeiten zu überleben – und nur die wenigsten sind legal.

So brutal Lissa Price Callies Welt schildert, so sympathisch schildert sie ihre Figuren. Die Hauptperson der Geschichte, Callie, ist verantwortungsbewusst und liebevoll. Der kleine Bruder krank, schutzbedürftig und trotzdem sehr tapfer. Und auch Michael, der Nachbarjunge, ist mehr als nur nett. Während Callies Abwesenheit passt er auf Tyler auf und versorgt diesen. Auch wenn er das sicher nicht um Tyler Willen macht ;-).

Aber nicht nur die Starters sind sympathisch. Auch die Enders, die Callie kennenlernt, haben einiges für sich – selbst diejenigen, die regelmäßig über die Bodybank den Körper jüngerer Starter mieten.

Über Callies erste Mieterinnen erfährt man als Leser gar nichts. Erst mit der dritten Mieterin, Helen Winterhill, wird alles anders. Die ursprüngliche Programmierung funktioniert nicht mehr, Callie erwacht auch während des Mietzyklus und befindet sich plötzlich in Helens Welt. Aber was hat diese vor? Ihre Pläne enthüllen sich Callie und dem Leser nur langsam – aber eines ist sicher, es ist gefährlich und definitiv illegal (wie auch die Bodybank an sich).

Wirklich heftig wird es dann, als sich die Hintergründe für Helens Taten auftun. Denn die Machthaber hinter der Bodybank haben einen Plan, der den Starters jegliche Zukunft nimmt. Ein Plan, der sich dem Leser nur Stück für Stück enthüllt – wie in einem guten Krimi.

Vorhersehbar ist die Geschichte dabei nicht im Geringsten. Als Leser erlebt man immer wieder Überraschungen, manche gut, manche definitiv nicht: So muss man auch mit dem Tod lieb gewonnener Menschen rechnen, denn Callies Welt ist ziemlich brutal.

Aber die Geschichte ist nicht nur brutal. Sie ist spannend und ziemlich actionreich. Ruhige Szenen gibt es nur wenige, eigentlich passiert fast immer etwas. So bleibt der Leser stets mitten im Geschehen und bekommt nur selten Pausen, um Atem zu holen.

Lissa Price zeichnet mit „Starters“ eine dunkle Zukunftsvision, in der sie eine wirklich fesselnde Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die einiges zu bieten hat: Spannung, Action, einen leichten kriminalistischen Hauch und eine Spur von Romantik. Das einzige was fehlt sind ein paar mehr Hintergrundinformationen zu dem Wandel der Gesellschaft, das macht die Geschichte aber nicht im Geringsten weniger lesenswert.

Das Ende ist für den ersten Band einer Reihe relativ abgeschlossen. Es gibt keinen Cliffhanger, nur ein paar noch offene Handlungsstränge – die dem Leser zugegebenermaßen noch einiges zum Nachdenken geben, ihn aber sicher nicht frustriert zurücklassen.

Ich bin definitiv gespannt, wie es in „Enders“ weitergeht.

Reinlesen (leider nur in Starters ;-)) könnt ihr hier.

Published in: on April 14, 2012 at 10:59 am  Schreibe einen Kommentar  
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