Damian – Die Stadt der gefallenen Engel von Rainer Wekwerth

Rainer Wekwerth
Damian – Die Stadt der gefallenen Engel
Verlag: Arena
418 Seiten
ISBN-10: 3401065130
ISBN-13: 978-3401065137
16,95 €

Das Cover zu Damian ist mehr als nur interessant. Von dem im Cover mittig gelegenen Titel des Buches ausgehend scheint das Cover sich fast zu spiegeln. Blaue Engelsflüge umgeben den Titel und sowohl an der oberen als auch der unteren Seite befindet sich die Silhouette einer Stadt. An der Unterseite steht diese allerdings verkehrtherum. Durch die Mitte des Covers, hinter dem Titel, fließt ein Fluss, vermutlich die Spree – schließlich spielt der Großteil des Buches in Berlin.

Um die plötzliche Trennung von ihrem Freund Ben zu überwinden verbringt Lara die Ferien bei ihren Großeltern in Berlin. Hier will sie wieder auf andere Gedanken kommen – und mit Sicherheit keine neue Beziehung anfangen. Ein Entschluss, den sie zu überdenken beginnt, als der attraktive Damian sie in einem Park vor einer versuchten Vergewaltigung rettet. Denn nach dieser heldenreichen Tat geht Damian Lara nicht mehr aus dem Kopf.

Doch Damian ist längst nicht so heldenhaft, wie Lara vermutet. Und hinter der plötzlichen Aufregung ihrer Mutter steht weit mehr als die Besorgnis darum, wie ernst es einem jungen Studenten mit ihrer Tochter sein kann.

Was mir seit dem Anfang des Buches im Kopf herumspukt ist der Ort, in dem Lara mit ihrer Mutter wohnt, Rottenbach, der laut dem Buch in der Nähe von Stuttgart liegt. Laras Aussage „Das Kaff kennt niemand.“ ist ziemlich treffend – laut Google gibt es den Ort noch nicht einmal, was ich ziemlich schade finde.

Aber zumindest der Hauptschauplatz der Geschichte, Berlin, ist ziemlich real – und auch die Szenekneipe „Last Cathedral“, in die Damian Lara ausführt, gibt es tatsächlich.

Abgesehen von der meiner Meinung nach kleinen Ungereimtheit um Laras Heimatort, die mich das ganze Buch über nicht losgelassen hat, hat mich die Geschichte ziemlich gefesselt. Laras Liebeskummer war für mich völlig nachvollziehbar – und ihre Großeltern fand ich sofort ziemlich sympathisch. Wie Lara habe ich von Anfang an mitgerätselt, was ihre Mutter von ihren Großeltern entfremdet hat – mit dem tatsächlichen Grund hätte ich allerdings, ebenso wie Lara, nie gerechnet.

Dass Lara anders ist, merkt man als Leser jedoch deutlich schneller als sie selbst. Das, was sie für Tag(alp)träume hält, entspricht nämlich der Wahrheit – denn Lara hat die Gabe, hinter die Kulisse mancher Wesen zu schauen. Und die feurigen Auswirkungen ihrer Wut sind auch keine Zufälle. Es ist allerdings verständlich, dass sie diese Anzeichen nicht wahr nimmt – sie hat bei weitem genug anderes, über das sie nachdenken kann.

Dass Damians Absichten nicht gut sein können, ist dem Leser schon relativ früh klar. Sein Umgang – welche rechtschaffene Person gibt sich schon mit Dämonen ab – macht das ziemlich deutlich. Die tatsache, dass Daiman anfängt, seinen Auftrag zu hinterfragen und seine langsam entstehenden Gefühle Lara gegeüber lassen den Leser jedoch hoffen – auch wenn zumindest Damians Meinung nach jede Hoffnung zu spät ist.

Mit dem Ende des Buches kommt die Aufklärung, aber auch der Tod für einige der guten Figuren. Und auch wenn Lara überlebt und die Geheimnisse aufgeklärt sind, als glücklich kann man das Ende leider nicht bezeichnen, „Happy End“-Freund bleiben mal wieder auf der Strecke.

Nichtdestotrotz ist die Geschichte wirklich gut. Trotz der zum Teil klischeehaften Figuren ist die Geschichte nicht im geringsten vorhersehbar und bietet einiges an Spannung und Überraschungen. Und wer weiß, vielleicht bringt der zweite Band ein glücklicheres Ende – ich habe ihn vorsorglich gleich mal auf meine Wunschliste gesetzt.

Reinlesen könnt ihr hier.

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Published in: on Juni 3, 2012 at 2:00 pm  Schreibe einen Kommentar  
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