Alphawolf von Sandra Henke

„Alphawolf“ ist der erste Teil der Alpha-Reihe von Sandra Henke.

Sandra Henke
Alphawolf
Verlag: Ubooks
288 Seiten
ISBN-10: 386608126X
ISBN-13: 978-3866081260

Das Cover des Buches zeigt eine junge Frau, die nichts weiter als Blätter zu tragen scheint, an der Seite eines weißen Wolfes. Obwohl die Frau den Wolf streichelt schauen sich die beiden nicht an, sondern blicken in völlig entgegengesetzte Richtungen. Ein interessantes Cover, dass den Leser allerdings nicht wirklich auf den ziemlich hohen Erotikanteil im Buch vorbereitet.

Als Angestellte von Wildprotection werden die Halbindianerin Tala und ihr Kollege Walter angerufen, als ein Rudel Wölfe das Labor eines Krankenhauses verwüstet. Ihre Aufgabe ist es, die vermutlich völlig verängstigten Tiere zurück in die Wildnis zu bringen.

Die Wölfe verhalten sich jedoch nicht im Geringsten wie von ihnen erwartet und als eines der Tiere auf der Flucht die Gestalt eines Mischwesens anzunehmen scheint, glaubt Tala ihren Augen nicht zu trauen. Der verletzte Wolf, den sie zur Versorgung mit nach Hause bringt entpuppt sich jedoch als schlaksiger Jugendlicher – und sein Rudel ist weder von dem Wissen, das Tala nun hat, noch von der Tatsache, dass das Wesen, das sie verfolgen, dank ihrer Einmischung entkommen konnte, begeistert. Als Schadenersatz fordert der Rudelführer Claw vorerst nur ihren Einsatz beim Auffinden des Wesens. Ein Einsatz, der weitaus gefährlicher ist, als er es zu sein scheint.

Ich bin bei „Alphawolf“ von Romantasy ausgegangen und war dementsprechend überrascht von dem großen Anteil den die ziemlich detailliert beschriebenen Erotik im Buch einnahm. Als es dann auch noch zu „tierischem“ Sex kam, war mir das definitiv zu viel des Guten.

Wenn man davon jedoch absieht (oder es überliest) ist die Geschichte durchaus durchdacht, also keinesfalls ein Erotikroman, bei dem Story und Figuren völlig in Vergessenheit geraten. Tala ist zumindest mir sofort sympathisch gewesen und mit dem Wissen und Claws Hintergrundgeschichte, die sich im Verlauf der Geschichte sowohl Tala als auch dem Leser Stück für Stück enthüllt, hat auch Claw meine Sympathie erringen können. Und auch die Nebenfiguren haben ihre eigene Geschichte und zumindest zwei der Rudelmitglieder, der junge, schlaksige Rufus und der schon etwas ältere und betagte Lupus schleichen sich dem Leser langsam ins Herz.

Bei weiteren Figuren, wie zum Beispiel Talas Freund aus Kindheitstagen, der hier nicht zu viel mehr als eine Eifersuchtsszene taugt und dem vom Pfad abgekommenen Werwolf Dante, der nun zwischen zwei Welten feststeckt und langsam immer mehr zum Monster wird, hätte ich mir allerdings etwas mehr Tiefe gewünscht. Mit der steten Suche nach ihm und den Versuch, ihn aufzuhalten zieht sich zwar der rote Faden durch die komplette Geschichte, wird aber durch die detaillierte Beschreibung der körperlichen Anziehungskraft zwischen Claw und Tala und der übermäßig detaillierten Beschreibung der Auswirkungen doch ziemlich stark in den Hintergrund gerückt.

Der Schwerpunkt von „Alphawolf“ liegt damit deutlich auf der Erotikkomponente und die Art der Umsetzung mit der „tierischen“ Komponente und dem doch eher härteren Sex ist sicherlich nicht jedermanns Sache (meine auf jeden Fall nicht). Wer Fantasy mit einem kleinen Schuss Erotik oder eben Romantasy sucht ist damit mit „Alphawolf“ definitiv falsch bedient.

Wer dennoch mal hineinstöbern möchte, kann hier in die Neuauflage von Heyne reinlesen.

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Published in: on Oktober 21, 2012 at 9:00 am  Schreibe einen Kommentar  
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