Magic Bites von Ellen Datlow und Terri Windling (Hrsg.)

Ellen Datlow und Terri Windling (Hrsg.)
Magic Bites
Arena Verlag
443 Seiten, Taschenbuch
ISBN-10: 3401503146
ISBN-13: 978-3401503141
EUR 12,99

„Magic Bites“ enthält eine Sammlung von Geschichten über die Wesen der Nacht – über Vampire. Geschichten bekannter und weniger bekannter Autoren mit bekannten und eher unbekannten Arten von Vampiren.

Das Cover des Buches zeigt das Gesicht eines doch sehr lebendig wirkenden Mädchens, ein Mädchen, das trotz der sie umgebenden Dunkelheit nicht erschreckt wirkt. Und auch die grünen Ranken, die das Bild umrahmen, wirken nicht gruselig oder düster. Damit passt es meiner Meinung nach nicht wirklich zu einer Sammlung von Vampirgeschichten, aber irgendwie gefällt es mir trotzdem. Das halb in der Dunkelheit verborgene Mädchen hat es eindeutig geschafft, meine Aufmerksamkeit zu erringen und damit hat das Cover genau das erreicht, was ein gutes Cover ausmachen sollte.

Die als „Einleitung“ getarnte mehrseitige Abhandlung über Vampire, Vampirromane und ihre Entwicklung im Laufe der Zeit hat mich jedoch gleich zu Beginn etwas ausgebremst. Auch wenn die Fakten an sich durchaus interessant waren, wollte ich beim Lesen von „Magic Bites“ lieber unterhalten als belehrt werden – falls jemand ein kurzes Referat über die Entwicklung der Vampirgeschichten schreiben möchte, ist er mit den ersten Seiten des Buches allerdings wirklich gut bedient.

Mit Beginn der Geschichten wurde ich dann auch unterhalten, wirklich fesseln konnten mich allerdings nur wenige Geschichten – und das, obwohl es mehrere wirklich interessante Ansätze gab, was die Entstehung, das Leben und das Miteinander von Vampiren und Menschen angeht. Die verschiedenen Figuren konnten mich in den meisten Fällen jedoch nicht mitreißen. Vielleicht waren die Geschichten mit in der Regel 20 – 30 Seiten dafür auch einfach zu kurz. Den ein oder anderen leichten Schauer haben sie mir trotzdem über den Rücken laufen lassen.

Und zwei Geschichten werden mir bestimmt in Erinnerung bleiben: „Für immer beste Freundinnen“ von Cecil Castellucci – eine Geschichte über eine Mädchenfreundschaft zwischen Mensch und Vampir – und mein persönlicher Favorit „Warum das Licht?“ von Tanith Lee – eine romantische Geschichte über zwei junge Vampire und ihre Gaben. Andere Geschichten habe ich allerdings tatsächlich nach den ersten paar Seiten einfach überblättert.

Insgesamt bietet „Magic Bites“ damit eine ziemlich durchwachsene (manche würden auch sagen abwechslungsreiche) Mischung. Das bietet den Vorteil, dass vermutlich für jeden Leser ein paar Geschichten dabei sein werden, dass jemandem alle Geschichten gefallen, halte ich allerdings für recht unwahrscheinlich. Ich würde die Anthologie daher nur begeisterten Vampirfans, oben genannten Referateschreibern oder Lesern, die auf der Suche nach einer neuen Geschichte aus der Feder ihres Lieblingsautors (es haben einige bekannte Autoren ihren Beitrag dazu abgeliefert) sind, empfehlen.

Wie dem auch sei, eine Leseprobe findet ihr jedenfalls hier.

Published in: on Oktober 30, 2012 at 6:00 am  Schreibe einen Kommentar  
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