Dark Destiny von Jennifer Benkau

0145_s5_dc.indd Jennifer Benkau
Dark Destiny
Verlag: script5
464 Seiten
Hardcover
ISBN-10: 3839001455
ISBN-13: 978-3839001455
18,95 €

„Dark Destiny“ ist die (von mir lang ersehnte) Fortsetzung von „Dark Canopy“. Eine Fortsetzung, die die Geschichte um Neel und Joy zu einem passenden Ende führt.

Das erste was mir an „Dark Destiny“ aufgefallen ist, ist die Ähnlichkeit des Covers zum ersten Band. Ein Blick auf das Cover von „Dark Canopy“ zeigte dann die wenigen Unterschiede: Das einfallende Licht ist nun Blau, nicht mehr Gelb, und das Mädchen, dessen Silhouette man im Licht erkennen kann, scheint allein zu sein, auf niemanden mehr zu warten. Ein düsteres Cover, das die Stimmung des Titels definitiv noch verstärkt.

In der Hand der Rebellen erleidet Neel Gefangenschaft und Folter, während Joy tatenlos zusehen muss. Nach einem Austausch mit ungewissem Ausgang bleibt Joy dies erspart, aber die Ungewissheit, die sie nun quält, ist nicht besser. Sie macht sich auf die Suche nach Antworten – allen Widerständen zum Trotz.

„Dark Destiny“ beginnt mit einer Gerichtsverhandlung: Der Angeklagte ist ein Percent, die Richter Menschen – und entgegen allen Erwartungen kann die Anwältin, Joy, dem Percent sein Recht verschaffen. Ein Prolog, der dem Leser eine bessere Zukunft verspricht, der von einem Leben von Percents und Menschen Seite an Seite berichtet. Joy ist in dieser Zukunft allerdings allein. Ein Zustand, der den romantisch veranlagten Leser langsam verzweifeln lässt – ich als Leser musste allerdings auch mit wenig Hoffnung für Neel und Joy unbedingt wissen, wie es mit den beiden weitergeht. Und nach dem Prolog geht es für die beiden genau da weiter, wo „Dark Canopy“ aufgehört hat – und die Lage für Neel und Joy sieht ähnlich verzweifelt aus: Eine Lüge treibt die zwei noch weiter auseinander. Aber während Neel der Verzweiflung anheimfällt und aufgibt, hört Joy nicht auf zu kämpfen. Das wird sie vermutlich nie, selbst aus der im Prolog geschilderten Verzweiflung heraus setzt sie weiter für das Richtige ein.

Als Leser trifft man einige der aus „Dark Canopy“ bereits bekannten Figuren wieder. Und auch wenn Neel sich verändert hat, gibt es auch ein paar, die ganz die alten sind. „Flags Bouldern“ besteht weiterhin – und ihre Mitglieder verhalten sich (zumindest Joy und Neel gegenüber) wie eh‘ und jeh‘. Auch bei den Rebellen treffen wir auf alte Bekannte, auch wenn wir sie vielleicht lieber nicht hätten treffen wollen – und schon gar nicht so oft. Es gibt allerdings auch neue Gesichter zu entdecken, neue Figuren, die man lieb gewinnen kann – egal ob Percent oder Mensch.

Allen Widrigkeiten zum Trotz finden Neel und Joy in „Dark Canopy“ tatsächlich wieder zueinander. Mit dem glücklichen Widersehen ist die Geschichte jedoch längst nicht zu Ende geschrieben: Die eigentliche Bewährungsprobe steht den beiden noch bevor – auch wenn das Wiedersehen für sich genommen alle Romantikerherzen höher schlagen lässt. Um diesen Zustand anzuhalten müsste man das Buch dann allerdings zuschlagen.

Denn der Kampf um Liebe und Freiheit ist mit der Wiedervereinigung nicht vorbei. „Dark Destiny“, der Titel ist Programm, er zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Und auch wenn sich hinter „Dark Destiny“ mehr versteckt als nur das dunkle Schicksal der beiden Protagonisten lässt er schon anklingen, wie die Geschichte enden wird. Ein richtiges Happy End ist Joy und Neel nicht vergönnt, dafür allerdings ein Ende, dass zu den beiden passt. Und auch wenn man mit der letzten Seite eine Träne in den Augen hat ist es gut zu wissen, wie ihre Geschichte wirklich endet – es lässt die zwei (und auch die Welt, in der sie leben) nur noch realistischer wirken.

Mal grausam, mal zuckersüß, aber immerzu spannend und fesselnd. Mit „Dark Destiny“ lässt Jennifer Benkau ihre Leser an der Seite von Neel und Joy erneut eine Achterbahnfahrt der Gefühle erleben; eine Achterbahnfahrt, bei der man nie weiter als bis zur nächsten Kurve blicken kann – und einem immer wieder fast das Herz stehen bleibt. Ich bin dennoch froh, keine der Stationen missen zu müssen. Und gerade, dass es einem als Leser so schwer fällt, Neel und Joy mit der letzten Seite loszulassen, zeigt doch, dass die Geschichte so genau richtig ist. Daher gibt es von mir auch für Romantiker, die das Ende vielleicht ein wenig enttäuschen wird, eine volle Leseempfehlung.

Die ersten Seiten von „Dark Destiny“ findet ihr hier, ich empfehle aber unbedingt, vorher „Dark Canopy“ zu lesen (meine Rezension findet ihr hier).

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Published in: on April 9, 2013 at 12:30 pm  Schreibe einen Kommentar  
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