Frostblüte von Zoë Marriott

frostbluete Zoë Marriott
Frostblüte
Verlag: Carlsen
464 Seiten
Taschenbuch
ISBN-10: 3551312702
ISBN-13: 978-3551312709
14,99 €

Das Cover von „Frostblüte“ ist eines der Bilder, die dem Betrachter zwei verschiedene Bilder zeigt. Bilder, die man, einmal entdeckt, nicht mehr von einander trennen kann. Das erste Bild, dass mir ins Auge fiel, war das eines Mädchens, das durch eine verschneite Scheibe blickt – nicht gerade sehr fantastisch. Das zweite Bild wird durch diesen Fensterauschnitt gebildet: Ein Wolf, der durch eine verschneite Landschaft läuft. Erstmal entdeckt, bilden beide Bilder zusammen ein absolut passendes Bild der Geschichte – es ist eben nur ziemlich gut versteckt.

Seit dem Tag ihrer Geburt ist Frost anders – und das nicht nur wegen des Mals in Form einer Frostblüte, das ihre Wange ziert. In ihrem Inneren haust eine Bestie – und wenn Frost in Gefahr gerät, tritt diese Bestie zu Tage. Und auch wenn sie Frost aus so mancher üblen Situation gerettet hat – als vaterloses Mädchen hatte sie es nie leicht – bedeutet es doch immer daselbe für sie: Flucht. Seit dem Tod ihrer Mutter ist sie allein und einzig die Hoffnung auf Beistand durch die Feuergöttin ist es, die sie nun noch voran treibt. Das Aufeinandertreffen mit den Bergwächtern in den Bergen von Ruan zeigt ihr jedoch noch eine andere Möglichkeit. Die Entscheidung jedoch liegt allein bei Frost.

Die Heldin der Geschichte, Frost, ist siebzehn. Ihr bisheriges, nicht gerade erfreulich verlaufenes Leben lässt sie jedoch weit älter wirken. Es ist ein Wunder, dass sie trotzdem ist, wie sie ist. Ohne zu Fragen steht sie anderen bei – und steckt dabei sogar ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Eine Tatsache, die allerdings auch einiges an Gefahr birgt: Wenn Frost verletzt wird, erwacht der Wolf in ihr – und dann ist keiner mehr vor ihr sicher. Mir persönlich ist bei dieser Beschreibung gleich die Analogie zur Berserkerwut gekommen – und wie ich im weiteren Verlauf des Buches feststellen konnte, war ich da nicht die einzige.

Die Geschichte, die Zoë Marriott in „Frostblüte“ erzählt, ist die von Frosts Vergangenheit und von ihrer Zukunft. In kursiv bekommt der Leser Einblicke in Frosts Vergangenheit, während die eigentliche Geschichte erst Jahre später beginnt: Mit Frosts Versuch, dem als Hirten verkleideten Anführer der Bergwacht von Ruan, Lucan, gegen einen Überfall beizustehen. Damit offenbart sie nicht nur ihre Gutherzigkeit, sondern verhindert auch die von der Bergwacht geplante Aktion gegen die Banditen. Ein schlechter Anfang, der sich für Frost allerdings als Glücksfall entpuppt. Er führt sie in das Lager der Soldaten. Zu Menschen, die sie akzeptieren (die meisten jedenfalls) und ihr auch ohne die Feuergöttin Hoffnung geben. Neben Frost liegt der Schwerpunkt der Geschichte auf Lucan und seinem ersten Leutnant, Arian. Beides ziemlich faszinierende männliche Hauptpersonen: Der eine fast zu gut, um wahr zu sein, der andere versteckt – ebenso wie Frost – seinen guten Kern hinter einer eisigen Mauer. Klar, dass Arian und Frost damit zu Anfang nicht wirklich gut miteinander klar kommen. Je näher man die Figuren kennen lernt, desto mehr wachsen sie einem ans Herz – allen voran natürlich Frost. Lucan muss sich nicht anstrengen, um gleich zu ziehen, aber auch Arian versteht es, sich langsam einen Platz im Herzen des Lesers (und auch in Frosts Herzen zu sichern).

Und auch wenn ein Großteil der Geschichte von Frosts Gedanken und Gefühlen eingenommen wird, geht es bei weitem nicht nur um Liebe (oder Eifersucht – die nimmt nur einen sehr kleinen Teil in dem Buch ein). „Frostblüte“ erzählt wie Frost lernt, sich ihren Ängsten zu stellen, nicht nur für andere, sondern auch für sich einzustehen – und zu kämpfen: Für Gerechtigkeit und für die Kontrolle über ihren „Wolf“.

Schlussendlich kämpft sie nicht nur an der Seite der Bergwacht für Gerechtigkeit, sondern muss auch anderen das nahe bringen, was sie gelernt hat. Und damit wird es gerade gegen Ende noch mal richtig spannend. Das Ende selbst ist nur bittersüß zu nennen, es fällt mir schwer, es als Happy End zu bezeichnen – auch wenn es das durchaus sein kann. Was man allerdings sagen kann ist, das „Frostblüte“ wirklich rundum gelungen ist.

Im Nachhinein frage ich mich, warum der Verlag es wohl als Taschenbuch herausgebracht hat. „Frostblüte“ hätte es sicher verdient, in edler Hardcover-Ausgabe im Regal zu stehen. Aber auch so hat sich das Buch neben Lynn Ravens „Der Kuss des Kjer“ und „Der Spiegel von Feuer und Eis“ (mit denen lässt es sich am ehesten vergleichen) einen Ehrenplatz im Regal gesichert. Es ist eines der Bücher, die man mehr als einmal lesen – und genießen – kann. Ich kann es wirklich nur empfehlen.

Eine kleine Kostprobe findet ihr hier.

Published in: on September 30, 2013 at 8:15 pm  Comments (1)  
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[Briefkastenfüllung] KW32

Tja, auch diese Woche hält sich der SUB-Zuwachs in Grenzen. Genau ein „neues“ Buch hat es auf die Spitze des SUBs geschafft:

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Da ich im Moment dabei bin etwas Platz in den Regalen zu schaffen ist der eher geringe Gegenlauf allerdings auch nicht wirklich schlimm. Nächste Woche sieht es vermutlich eh‘ wieder ganz anders aus …

Published in: on August 11, 2013 at 9:46 pm  Kommentar verfassen  

Charmed Destinies

Charmed Destinies
Verlag: Silhouette
384 Seiten, Taschenbuch
ISBN-10: 0373218338
ISBN-13: 978-0373218332

„Charmed Destinies“ ist eine Anthologie englischsprachiger Romantasy. Geschichten über Liebe – und magische Fügung.

Das Cover des Buches ist ziemlich bunt, die Farben sind allerdings eher gedeckt, nicht grell. Vor dem aus orangenen Tönen bestehenden Hintergrund kann man eine Frau erkennen – ich vermag allerdings nicht zu sagen, wen sie darstellen soll: Eine Schicksalsgöttin? Eine Magierin, vielleicht auch eine Seherin? Ich glaube allerdings nicht, dass sie eine der Hauptpersonen darstellt. Ein ungewöhnliches Cover, das zumindest mich zu einem zweiten Blick verleitet hat.

„Charmed Destinies“ enthält drei dieser Geschichten über magische Fügung:

„Counting Crows“ von Mercedes Lackey
Eine vom König angeordnete Vermählung, die ihrem Vater königlichen Schutz garantiert, führt Gwynn weitab ihrer Heimat. Die Hoffnungen, die sie für ihre Ehe hegte, sind schnell zerstört und einzig das abendliche Schachspiel mit einem alten Freund vermag sie noch aufzumuntern. Als sie jedoch erfährt, dass ihr Gatte einen Komplott gegen den König und ihren Mord plant, nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand.

„Drusilla’s Dream“ von Rachel Lee
Sowohl Drusilla als auch Miles gehen Nacht für Nacht einem Beruf abseits ihrer Träume nach. Aber es sind ihre Träume, die sie durch ihre Nachtschicht bringen – und es sind ihre Träume, die sie zusammen führen.

„Moonglow“ von Catherine Asaro
Ein Thronerbe, der nach einem Überfall auf seine Eltern verschwunden ist, ein Mädchen, dessen Magie nicht auf herkömmliche Weise beschrieben werden kann – und die die beiden verbindet.

Basierend auf dem leicht veränderten Kindervers „Counting Crows“ – „One For Sorrow , two for mirth, three for a wedding, four for a birth –“ – ist es eine einzelne Krähe, die den Leser in Mercedes Lackeys Geschichte hineinfliegt. Und sie ist es auch, die die Geschichte zu einem Ende bringt. Zwischen den Flügelschlägen der Krähe erzählt Mercedes Lackey die Geschichte des Mädchens Gwyn, das von dem Schicksal an einen kalten und brutalen Ort geführt wird. Gwyn ist jedoch nicht ganz so hilflos, wie sie zu sein scheint, und auch in ihrer Magd Robin steckt mehr, als es der Leser zu vermuten mag. Eine langsam entstehende Liebe führt dann zu dem wirklich unerwartet „Happy End“. Ein Ende, über das man noch während des Krähenfluges aus der Geschichte hinaus nachsinnen kann.

In „Drusilla’s Dream“ vermischen sich Drusillas Tagträume, Miles heimliches Hobby – das Schreiben – und der nächtliche Büroalltag zu einer fantastisch angehauchten Liebesgeschichte. Mir wäre es allerdings lieber gewesen, wenn die Geschichte weniger vermischt gewesen wäre. Eine klare Abgrenzung zwischen Rahmenhandlungen und „Traumwelt“ hätte das Lesen der Geschichte deutlich vereinfacht – der ständige Wechsel hat mich mehr als nur einmal irritiert – und damit hätte mir die Geschichte vermutlich um einiges besser gefallen.

„Moonglow“ ist mein persönlicher Favorit. Catherine Asaro hat es tatsächlich geschafft, eine romantische Liebesgeschichte, faszinierende Persönlichkeiten, eine fantastische Welt und einen spannenden Plot auf wenigen Seiten zu einer Geschichte zu verweben um sie dann mit nichts als ihren Worten zum Leben zu erwecken.

„Counting Crows“ ist gut, „Drusilla’s Dream“ Geschmacksache, „Moonglow“ überflügelt beide – und ist allein schon Grund genug, „Charmed Destinies“ zu lesen.

Published in: on November 1, 2012 at 12:30 pm  Comments (2)  

Dark Canopy von Jennifer Benkau

Jennifer Benkau
Dark Canopy
Verlag: Script5
524 Seiten
ISBN-10: 3839001447
ISBN-13: 978-3839001448
18,95 €

Ich finde den englischen Titel ungewöhnlich, schließlich handelt es sich bei dem Buch um einen deutschsprachigen Roman einer deutschen Autorin. Im Verlauf der Geschichte stellt man allerdings schnell fest, dass der Titel passt. Im Nachhinein gefällt er mir ziemlich gut.

Auch das Cover des Buches gefällt mir: Es zeigt die Silhouette einer Frau vor der Sonne, die durch schwarzen Nebel langsam verdeckt wird. Ein Cover, das ebenso wie der Titel ziemlich gut zum Inhalt des Buches passt.

Die Welt wird von den Percents beherrscht. Nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und leben außerhalb des von den Percents imitierten Systems. Für diese Rebellen ist das Leben hart, aber ihre Freiheit ist ihnen jede Entbehrung wert. Unter den Rebellen lebt auch die 20-jähirge Joy. Als eines ihrer Gruppenmitglieder, Amber, bei dem Versuch eines Tauschhandels von den Percents gefangen genommen wird, plant sie eine Rettungsaktion – auch gegen den Willen ihres Anführers. Doch die Aktion geht schief, mehrere Rebellen werden getötet und auch Joy wird gefangen genommen.

Sie wird dem jungen Percent Neel zugewiesen, der sie zu seiner Soldatin ausbilden soll. Anfangs noch von starker Abneigung geprägt – Neel hält genau so wenig davon, eine Frau zu einer Soldatin auszubilden, wie Joy davon, einem Percent zu dienen – lernen die beiden bald, einander zu verstehen. Denn der Unterschied zwischen Percents und Menschen ist bei Weitem nicht so groß, wie er scheint.

Die Geschichte beginnt mit einer Ereignis, das dreieinhalb Jahre vor der eigentlichen Geschichte spielt: Joys erste Begegnung mit einem Percent – ein Ereignis, das dem Leser einen ersten Blick in Joys Welt – unserer Welt in einer hoffentlich nie existierenden Zukunft – erlaubt. Es gibt einiges was an die Vergangenheit erinnert, wie auch der Ort, in dem sich die Rebellen um Joy verstecken: Ein alte Coca Cola Fabrik. Aber die Percents und ihre Herrschaft machen die Welt zu einer Anderen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Joys und Matthials – ein Junge aus Joys Rebellenclan und ein guter Freund – erzählt. Joy, die Hauptperson der Geschichte, ist nach außen hin ziemlich hart und selbstsicher, als Leser erfährt man allerdings einiges mehr über sie, als ihre Umwelt es tut. Schon mit den ersten Seiten des Buches merkt man, das Joy mindestens genau so unsicher ist wie alle anderen auch – sie kann es nur deutlich besser verbergen.

Matthial ist der Sohn des Anführers ihres Clans. Eine Position, die ihm die offensichtliche Liebe seines Vaters nimmt und viel Verantwortung überträgt – allen scheint klar zu sein, dass er der nächste Anführer wird. Die Position des Anführers wird ihm allerdings viel früher zu Teil als geplant: Durch den von Joy geplanten Rettungsversuch spaltet sich der Clan.

Während Joy im Lager der Percents zur Soldatin ausgebildet wird und einiges an neuen Eindrücken verarbeiten muss, lernt Matthial stark zu werden und Verantwortung zu übernehmen: Er wird Clanführer.

Die Percents, die auf den Leser zu Anfang eher wie Tiere oder gefühlskalte Monster wirken, verlieren im Lauf der Geschichte ihren Schrecken. Denn Neel ist gar nicht so viel anders als Joy. Über die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen Joy und Neel gewinnt man ihn sogar richtig lieb – genau wie Joy, auch wenn sie sich dagegen sträubt (schließlich ist er der Feind).

Aber nicht nur die Hauptpersonen haben ihre Geschichte und ihre Charakterzüge. Von Neel gewinnt man durch sein Verhalten Joy gegenüber schnell einen Eindruck, aber auch Nebencharaktere wie Amber, der Clanfüher der Rebellen – Mars – oder auch ein paar der Percents werden sehr gut beschrieben. Sie sind so vielschichtig, dass man manche Schichten nicht mal erahnt, bis sie zum Vorschein kommen.

Am Rande erwähnte Gegenstände oder Ereignisse, die die Geschichte oder die Figuren einfach realistischer wirken lassen, ihnen noch mehr Tiefe geben, spielen im weiteren Verlauf der Geschichte hin und wieder noch eine wichtige Rolle, man sollte also auch als Leser nichts außer Acht lassen. Denn Jennifer Benkau zeichnet mit „Dark Canopy“ nicht einfach nur eine Dystopie unserer Welt und der Menschen die dort leben könnten. Sie hat eine spannende Geschichte in eben dieser Welt geschrieben. Eine Geschichte, die einen mitreißt, den Atem raubt – und immer wieder überrascht. Eine Geschichte, die man nicht leicht aus der Hand legen kann.

Das einzige Manko ist das wirklich grausame Ende – ein Ende, das sicherlich jeden Romantiker oder auch nur leicht gefühlvollen Menschen schocken wird. Ein Cliffhanger ohnegleichen, der einen mit fast keiner Hoffnung für die Hauptpersonen zurücklässt. Es besteht noch Hoffnung, aber diese Hoffnung ist verschwindend gering. Die Tatsache, dass man die Hoffnung nun auch noch über ein Jahr am Leben erhalten muss, bevor man erfährt, ob sie wirklich begründet ist, macht es nur noch schlimmer.

Trotzdem würde ich den Lesegenuss nicht missen wollen. Ich hoffe, dass ich meine Hoffnung am Leben erhalten kann – und dass der Nachfolgeband ganz schnell erscheint.

Hier. könnt ihr selber einen ersten Blick hineinwerfen, aber Achtung, könnte sein, dass ihr hängen bleibt … ;-).

Published in: on März 30, 2012 at 6:30 pm  Comments (1)  

Die Post war da :-)

Nachdem mein Mann und ich am Freitag ins Wochenende gefahren sind, ohne eine Spur der Postbotin oder des Hermes-Paketdienstes entdecken zu können, hat uns heute ein Teil der noch ausstehenden Bücher erwartet :-).

Die Comic-Version von „Das letzte Einhorn“, die ich bei MeinBuch-DeinBuch ertauscht habe, lag vor unserer Tür, das Buchpaket mit den anderen drei Büchern, die ich bei dem 100 Leser – Dankeschön – Fantasy – Gewinnspiel von just another bookaholic … gewonnen habe, hatte unser Nachbar für uns angenommen 🙂 – noch mal vielen Dank an Marie für den tollen Buchpreis. Ich bin mir sicher, dass die Bücher nicht allzu lange auf meinem SUB liegen werden …

Published in: on August 28, 2011 at 4:00 pm  Comments (1)  

Urlaub :-)

Nicht wundern, wenn es in den nächsten Tagen keine neuen Posts gibt. – Heute startet mein Flieger in den (hoffentlich) sonnigen Süden :-).

Published in: on Juni 6, 2011 at 8:16 am  Comments (2)  

Umzug und der SUB

Hilfe! Sowohl mein SUB als auch meine Digitalkamera sind in einem der vielen Umzugskartons verschollen … 😦

Zum Glück hatten der Postbote und mein Mann Mitleid 🙂 So sind in den letzten Tagen zum einem „Die Tochter der Goldzeit“ als Rezensionsexemplar vom Hoffmann und Campe Verlag eingetroffen – vielen Dank dafür – zum anderen zwei Bücher aus Pamela Palmers „Feral Warrior“-Reihe die ich auf der Facebookseite des Loveletter-Magazin gewonnen habe :-).

Von meinem Mann habe ich außerdem die neuste Veröffentlichung von Tamora Pierce geschenkt bekommen 🙂 und sofort gelesen. Eine Rezension erscheint demnächst.

Und in Ermangelung einer Kamera hier eine kleine Covertapete der SUB-Zuwächse (oder des neuen Mini-SUB ;-)):

Published in: on März 21, 2011 at 12:02 pm  Comments (2)  

Magie oder Wissenschaft? Oder beides?

Wo liegen die Grenzen zwischen Fantasy und Science Fiction? Was ist Science Fantasy?

Es gibt Bücher da verschwimmen die Grenzen. Mir fällt hier zum Beispiel die Darkover-Reihe von Marion Zimmer Bradley oder der Pern-Zyklus von Anne McCaffrey ein. Je nachdem welches Buch der Reihe man gerade liest könnte man die Reihe als Fantasy – oder als Science Fiction – Roman bezeichnen. Oder man wählt die Bezeichnung Science Fantasy.

Aber was ist Science Fantasy? Im Internet wird man hier nicht wirklich fündig :-(. Die einzige Definition die ich gefunden habe ist relativ kurz: „Science Fantasy ist ein Genre der Literatur, das aber auch in Filmen und Spielen vorkommt. Es vereinigt Science Fiction und Fantasy, zwei populäre Genres.“ Nach Rod Serling – einem bekannten Autor und Filmproduzent – macht Science Fiction das unwahrscheinliche mögliche, während Fantasy das unmögliche möglich macht. Aber was ist unwahrscheinlich und was unmöglich? Sind PSI-Kräfte wie Telepathie und Telekinese nicht eigentlich nur wissenschaftliche Beschreibungen für die in der Fantasy eingesetzten Zauberkräfte?

Da bleibt dem Leser oder Blogger wohl nichts anderes übrig, als eine eigene Definition zu finden. Für mich ist Science Fantasy Science Fiction mit magischen Elementen – egal ob diese wissenschaftlich erklärt werden können oder nicht. Demnach wäre auch Star Wars Science Fantasy – denn die „Macht“ ist eigentlich nichts anderes als Magie, die in modernste Umgebung eingesetzt wird.

Warum ich mir darüber Gedanken mache? Nun ich habe einen Fantasy-Blog und jede Menge Bücher die nicht 100% ins Schema passen – aber trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) sehr lesenswert sind. Und unter dem Begriff Science Fantasy passen sie eindeutig auch hierher ;-).

Published in: on Februar 6, 2011 at 8:26 am  Comments (3)  
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Hexenlicht von Sharon Ashwood

Noch sind die guten Vorsätze jung und so kann ich euch jetzt die Rezension für Station 7 (Urban-Fantasy) der All you need is Fantasy … ! – Challenge präsentieren:

Sharon Ashwood
Hexenlicht
Verlag: Knaur
319 Seiten , Taschenbuch
ISBN-10: 3426652439
ISBN-13: 978-3426652435
12,99 €

Abgesehen vom blitzenden X der Überschrift, das sofort den Blick auf sich zieht, wirkt das Buchcover auf mich eher standardmäßig. Das halbe Gesicht einer Frau vor einer in der Dämmerung liegenden Metropole. Gut, aber nichts Besonderes.

Das Buch erzählt die Geschichte einer Hexe, Holly. Diese hat sich aufgrund eines magischen Problems eher auf kleinere magische Aufgaben spezialisiert, um sich das Geld für ihre Studiengebühren zu verdienen. So beschäftigt sie sich hauptsächlich mit dem Vertreiben von Kobolden, Geistern und Poltergeistern.

Aus Geldnot (der Stichtag für die Abgabe der Semestergebühren naht) nimmt sie einen Auftrag zur Reinigung eines magischen Hauses an. Dieser Auftrag erweist sich jedoch als einige Nummern größer als erwartet: Mehrere Menschen sind im dem Haus verschwunden und nur durch den Einsatz großer Magie und die Hilfe ihres Vampirfreundes Alessandro kann Holly eines der Opfer, ihren Freund Ben, aus dem Haus retten.

Aber hinter dem dämonischen Haus steckt mehr als Holly und Alessandro ahnen. Ehe sie sich versieht, kämpft Holly auf der Seite der Vampire gegen die Rückkehr der Dämonen in die Welt der Sterblichen.

Dass ihr Freund Ben sich gerade jetzt von ihr lossagt, da er mit ihrer Magie nicht klar kommt, ihr neues Date, der Polizist Mac, sich nach ihrem ersten Treffen mehr als merkwürdig verhält und sie und Alessandro sich während der Suche nach ein Mittel gegen das Eindringen der Dämonen näher kommen, macht die Sache nicht wirklich einfacher …

Sharon Ashwood zeichnet eine faszinierende Welt, die nicht nur aus Schwarz und Weiß, sondern auch aus vielen Grautönen besteht. Magische Wesen wie Dämonen, Vampire und Hexen wandelten schon immer auf dieser Welt – bis die meisten von ihnen durch die Menschen in einer parallelen Welt verbannt wurden. Aus dieser Welt versuchen die Dämonen zu entfliehen. Nichts anderes also als der Ausbruch aus einem für sie ungerechtfertigten Gefängnisaufenthalt.
Und auch wenn die verschiedenen Wesen auf der Erde gemeinsam versuchen, das Tor zum Gefängnis verschlossen zu halten, hat jeder dafür seine eigenen persönlichen Gründe. Gründe, die der Leser nicht auf den ersten Blick erkennt.
Jede Figur, selbst die Nebenfiguren, bekommt Kapitel für Kapitel mehr Tiefgang und die eine oder andere entwickelt sich in eine ungeahnte Richtung weiter.
Alles in allem ein Stil, der den Leser bis zum Ende des Buches in den Bann hält.

Sharon Ashwood ist eine spannende Mischung aus Krimi, Fantasy und Liebesroman gelungen. Das Happy End wartet noch mit einer, zumindest für mich, überraschenden Enthüllung auf. Außerdem ist das Buch entgegen der meisten anderen Bücher, bei denen noch eine Fortsetzung ansteht, in sich abgeschlossen. Eine Tatsache, die das Buch für mich noch deutlich lesenswerter macht.

Published in: on Januar 5, 2011 at 1:31 pm  Comments (1)  
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Das Blogger-Mysterium: Alle Hinweise sind angekommen

So, nachdem jetzt alle Hinweise online sind :-), liegt die Lösung des Rätsels auf der Hand:

Hinweis 1
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Hinweis 4 (auf meinem Blog)
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Hinweis 6
Hinweis 7
Hinweis 8
Hinweis 9

Wer jetzt immer noch keine Idee hat sollte einfach mal über die Lösungskommentare bei Blattgold schauen: klick

Published in: on August 24, 2010 at 9:57 am  Kommentar verfassen