Das magische Portal von Aileen P. Roberts

„Das magische Portal“ ist der erste Band der „Weltennebel“-Trilogie von Aileen P. Roberts.

Aileen P. Roberts
Das magische Portal
Verlag: Goldmann
512 Seiten
ISBN-10: 344247518X
ISBN-13: 978-3442475186
12,00 €

Auf dem Cover des Buches sticht auf den ersten Blick die durch einen blauen Mantel verhüllte Frau heraus. Sie ist, neben dem Titel des Buches, das einzig farbige auf dem Cover. Im Hintergrund kann man in Grautönen Teile eines Baums erkennen, an dessen Ästen Ketten mit Steinen hängen. Auch nach dem Lesen des Buches kann ich nur Vermutungen betreffend der Person anstellen – aber es sieht definitiv gut aus.

Als Findelkind hat es Darian ziemlich gut getroffen. Nachdem seine ersten Adoptiveltern bei einem Unfall gestorben sind, hat ihn der reiche und erfolgreiche Samuel Drake adoptiert. Mit einer Freundin, um die ihn viele beneiden, jeder Menge Geld und einem erfolgreichen Studium hat Darian eigentlich alles, was er sich erträumen könnte.

Eine Studienreise nach Schottland stellt jedoch sein bisheriges Leben völlig auf den Kopf. Die Nebelhexe Mia erzählt ihm von seiner Vergangenheit: Er ist der Thronerbe von Albany, einer magischen Welt, die neben der unsrigen existiert. Seine Mutter gab ihr Leben, um ihn auf der Erde zu verstecken. Seitdem suchen die treuen Anhänger der Königsfamilie nach ihm. Denn damit Darian seinen Thron übernehmen kann, muss er vor dem Ende seines 25. Lebensjahr diesen auf der Dracheninsel einfordern. Und bis dahin bleibt nicht mehr viel Zeit…

Der Auftakt der Geschichte ist ziemlich klassisch. Auf der Flucht vor den Häschern wird ein kleines Kind durch ein Portal in eine andere Welt geschickt, wo es ungeahnt seiner Herkunft als normales Menschenkind aufwächst.

Dass das Kind auf der Erde in Reichtum aufwächst ist ungewöhnlich. Darian ist kein Außenseiter, sondern eher das Gegenteil davon – Geld regiert eben noch immer die Welt. Trotz seines Reichtums hat sich Darian jedoch auch seine Menschlichkeit bewahrt – vielleicht durch seine ersten Adoptiveltern? Die Reise nach Schottland gibt Darian Zeit, nachzudenken – auch über seine bisherigen Freundschaften. Um sich von diesen zu lösen braucht es allerdings noch etwas mehr.

Mias Enthüllungen sind erst der Anstoß der ganzen Geschehnisse. Der Übergang nach Albany, wenngleich er sich nicht als einfach erweist – und den Leser mit der einen oder anderen Überraschung aufwartet – passiert bereits im ersten Drittel des Buches. Das Verhalten von Darians aktueller Freundin fand ich hier etwas zu überzogen – aber auch das hat sich im weiteren Verlauf der Geschichte schnell geklärt. Mit dem Übergang nach Albany ist die Geschichte jedoch noch längst nicht zu Ende.

Während es gilt, die Königstreuen ausfindig zu machen und den Thron einzufordern, lernt Darian – ebenso wie der Leser – Albany und seine Völker genauer kennen. Als Leser macht man dabei ziemlich schnell Gut und Böse aus, da die Figuren sehr schwarz-weiß dargestellt werden. Darian tut sich hier jedoch schwer: falsche Freunde und sein für seine Verbündeten – zum Teil auch für den Leser, der ja deutlich mehr weiß als seine Freunde – nicht gerade nachvollziehbares Verhalten führen dazu, dass er allein dasteht.

Erst gegen Ende des Buches schafft es Darian, „die Reißleine zu ziehen“. Ob das ausreicht, um sein Königreich und seine Getreuen zurückzugewinnen, bleibt offen. Und auch wenn das Ende mit einigen positiven Entwicklungen aufwartet, sieht es schlecht aus – für Darian und für ganz Albany.

„Das magische Portal“ bietet eine wirklich interessante Mischung. Auf zum Teil weit vorhersehbare Handlungsstränge folgen absolut überraschende Ereignisse, die sich sehr schlüssig in das Gesamtbild einfügen. Die Hauptperson des Buches ist, abgesehen von ihren noblen Zielen, nicht im geringsten das, was man sich unter einem Held vorstellt – in einem Großteil der Geschichte ist er sogar weit weniger als das. Sympathische Figuren verwinden schneller als man lesen kann, während die Bösewichte immer mehr Aufmerksamkeit und Macht gewinnen.

Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob mir „Das magische Portal“ gefällt. Zumindest hat es mich neugierig auf den nächsten Band der Reihe gemacht – vielleicht kann ich dann sagen, ob interessant auch gut bedeutet.

In das Buch hineinschnuppern könnt ihr hier.

Published in: on Mai 27, 2012 at 2:09 pm  Kommentar verfassen  
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Blutbraut von Lynn Raven

Lynn Raven
Blutbraut
Verlag: cbt
736 Seiten
ISBN-10: 357016070X
ISBN-13: 978-3570160701
14,99 €

Das Cover des Buches ist in dunklen Blautönen gehalten. Es zeigt eine sehr blasse Frau in einem schwarzen, hochgeschlossenes Kleid. Aus dem Augenwinkel der Frau tropft eine blutrote Träne – vielleicht ist es auch Blut. Ein düsteres Cover, das zumindest auf mich eher abschreckend wirkt. Es hat mich lange Zeit vom Kauf (oder Tausch) des Buches abgehalten und nur das Wissen um „Der Kuss des Kjer“ und „Der Spiegel aus Feuer und Eis“ sowie die doch sehr überzeugende Leseprobe konnten mich dann doch überzeugen, das Buch in meinem Besitz zu bringen.

Seit sie denken kann ist Lucinda auf der Flucht. Auf der Flucht vor Joaquin de Alvaro, dem Hexer, dessen Blutbraut sie werden soll. Sie hält sich nie lange an einem Ort auf – bis sie Chris kennen lernt. Er ist der erste, der ihren Vorsatz, sich nie lange an einem Ort aufzuhalten, ins Wanken bringt – und der Grund dafür, dass Joaquins Männer sie finden, denn Chris ist sein Bruder.

Durch Chris enttarnt wird Lucinda entführt und auf Joaquins Anwesen gebracht. Nichts mehr fürchtend als Joaquins Blutbraut zu werden, kann sie dort nur an eines denken: Flucht.

Während ihrer Anwesenheit muss sie jedoch erkennen, dass es schlimmeres gibt, als auf Joaquins Ranch gefangen zu sein – und dass Joaquin nicht das Monster zu sein scheint, für das sie ihn gehalten hat.

Vorne weg: „Blutbraut“ ist kein Horrorroman und auch keine klassische Vampirgeschichte. Es ist eine Liebesgeschichte in einem spannenden Setting, wie bei „Der Spiegel von Feuer und Eis“ und „Der Kuss des Kjer“. Die Geschichte spielt allerdings nicht in einer fantastischen Welt, sondern in unserer – mit ein paar kleinen Modifikationen (aber wer weiß schon, was sich auch bei uns noch im Verborgenen befindet ;-)).

Der Großteil der Geschichte wird aus Lucindas Sicht beschrieben – auch der Anfang. Als Leser bekommt man so zuerst ihre Sicht der Dinge präsentiert. Eine Sicht, die sich zum Teil aus Erlebten, zum Großteil aber aus den Erzählungen ihrer Tante Maria gebildet hat. Auch deren Tot durch einen Nosferatu – einen verrückt gewordenen Hexer – hat das seinige zu Lucindas Meinung und vor allem zu ihrer Furcht vor Joaquin beigetragen.

Aber Lucinda ist nicht die einzige, die einen Teil zu der Geschichte beiträgt. Immer wieder wechselt der Blickwinkel zu einem geheimnisvollen Patron, der seine ganz eigenen Pläne mit Lucinda und Joaquin hat. Ein Mann, der sehr mächtig zu sein scheint, nichts Gutes im Schilde führt und stets im Verborgenen agiert. Als Leser hat man keine Ahnung, wer er sein könnte, einzig und allein die Identität desjenigen, der ihn auf den Laufenden hält, kann man als Leser erahnen.

Einen weiteren Teil der Geschichte macht Joaquins Sicht aus. Die Szenen sind jedoch ebenso wie die des Patrons eher wenige. Dennoch sind sie um einiges bedeutungsvoller. Die Taten, die er in diesen durchführt, bringen den Leser dazu, die durch Lucinda Sichtweise geprägte Meinung noch einmal zu überdenken.

Die Geschichte lebt von den Personen und ihren Beziehungen zueinander, trotzdem ist sie nicht nur eine Liebesgeschichte, sie hat auch etwas von einem spannenden Thriller: Als Leser ist kann man sich nie sicher sein, wem Lucinda trauen kann – was Wahrheit oder Täuschung ist. Sympathische Personen verbergen etwas, Gefürchtete sind vielleicht nicht so angsteinflößend wie gedacht. Die in dem Buch befindliche Magie – immerhin handelt es sich hier um Hexer – und die Magie und Liebe, die Lynn Raven in die Beschreibung des Settings und die Historie der Hexer gesteckt hat, sorgen für ein Übriges. Den ein oder anderen Leser mögen die immer wieder eingebrachten spanischen Sätze stören, bei mir haben sie nur den Lesespass und die Authentizität der Figuren erhöht.

Eine spannende Liebesgeschichte für all‘ jene, die sich auch früher schon von Lynn Raven in ihre fantastische Welt haben entführen lassen – aber auch für Neueinsteiger, die sich von der im Buch innewohnenden Romantik verhexen lassen wollen.

Published in: on Februar 22, 2012 at 9:34 pm  Comments (1)  
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Rumpelkammer: Was gegen Möchtegernhexen hilft und 9 weitere hilfreiche Tipps eine richtige Hexe zu werden

Ich bin gerade auf eine richtig süße Fantasy-Kurzgeschichte bei Wortsplitter gestoßen: „Was gegen Möchtegernhexen hilft und 9 weitere hilfreiche Tipps eine richtige Hexe zu werden“ – Also ich hoffe auf eine Fortsetzung. 🙂

Published in: on Februar 21, 2012 at 1:00 pm  Comments (2)  
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Die Seelen der Nacht von Deborah Harkness

Deborah Harkness
Die Seelen der Nacht
Verlag: Blanvalet
800 Seiten
ISBN-10: 3764503912
ISBN-13: 978-3764503918
19,99 €

Auf dem Cover des Buches sind mehrere lila Blüten und deren Blütenblätter vor schwarzem Hintergrund zu sehen. Ich habe keine Ahnung, wie das Cover zustande gekommen ist, ein Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches konnte sich mir zumindest nicht erschließen. Es ist ganz nett anzuschauen, als Fantasyleser hätte es mich allerdings nicht im Geringsten dazu verleitet, das Buch in die Hand zu nehmen, was ziemlich schade gewesen wäre.

„Es beginnt mit Mangel und Verlangen. Es beginnt mit Blut und Angst. Es beginnt mit einem Hexenfund.“ – So beginnt das Buch. Die Wissenschaftlerin und Hexe Diana Bishop macht in der Bibliothek einen Fund, der die mystische Welt in Aufruhr versetzt. Ein Buch, das von Hexen, Dämonen und Vampiren gleichermaßen begehrt ist, für sie, dank ihrer Abneigung gegen die Hexenkunst, aber nicht von weiterem Interesse. Daher lässt sie es zurückgehen. Eine Tat mit weitreichenden Folgen.

Seit dem Fund beobachten Hexen und Dämone Diana und lassen ihr keine Ruhe. Bis der mysteriöse Wissenschafter – und Vampir – Matthew Clairmont auftaucht. Er schützt Diana vor seines- und ihresgleichen, seine Motive bleiben jedoch im Dunklen…

Deborah Bishop ist die Tochter zweier mächtiger Hexen. Seit dem Tod ihrer Eltern, dessen Ursache sie in deren Hexenkräften sieht, bemüht sie sich jedoch, nach Kräften ihre eigenen Fähigkeiten zu ignorieren und so gut wie nie einzusetzen. Ein Vorsatz, den sie schon seit Jahren erfolgreich umsetzt (zumindest, was den bewussten Einsatz ihrer Magie angeht). Sie arbeitet erfolgreich als Historikerin an der Universität Oxford. Die Folgen ihres Hexenfunds zwingen sie jedoch, ihre Einstellung zu überdenken.

Matthew Clairmont ist eher geheimnisvoll, der typische Vampir – auch wenn sein Beruf zumindest für klassische Vampire eher ungewöhnlich ist – nicht so in Deborah Harkness Roman, hier gehen Vampire typischerweise einem Beruf als Wissenschaftler nach.

Auch die im Buch vorkommenden Dämonen verhalten sich anders als erwartet. Dämonen sind hier Menschen, die zwischen Genie und Wahnsinn schwanken.

Deborah Harkness beschreibt die Welt und ihre Bewohner jedoch nicht einfach nur; sie erklärt sie durch Matthews Forschungen auch wissenschaftlich. Blutuntersuchungen und genetische Forschungen bringen einiges ans Licht.

Das Forschungsgebiet von Diana, Alchemie, Wissenschaft und Philosophie unter einen Hut zu bringen, sorgt für einen weiteren Blickwinkel. Im weiteren Verlauf des Buches erklärt sich dadurch auch das Interesse der „magischen“ Wesen an dem von ihr gefundenen alchimistischen Dokument.

Dianas Tanten, die ebenfalls Hexen sind, und Matthews vampirische Mutter versorgen den Leser mit Erklärungen zu der gesellschaftlichen Struktur der „magischen“ Wesen.

Nicht nur die Welt wird von Deborah Harkness sehr detailliert beschrieben, auch die einzelnen Figuren sind bis ins Detail ausgearbeitet. Sei es nun Matthews Mutter mit ihrer starken Abneigung gegen Hexen, die in dem Buch durchaus begründet wird, oder Dianas überbesorgte Tante und Ziehmutter Sarah. Über all diese Details hin schafft es Deborah Harkness dann noch, die Figuren auch innerhalb ihrer Geschichte weiter zu entwickeln.

Die Geschichte ist damit ziemlich vielschichtig und komplex und kann auf den ersten Blick durch die doch recht untypische Darstellung von Vampiren und Dämonen vielleicht sogar merkwürdig wirken. Das ist die Geschichte aber definitiv nicht. Sie wirkt weder überladen noch merkwürdig. Die Darstellung ist sogar mehr als nur glaubwürdig und gewinnt durch die Vielzahl an gut eingearbeiteten Fakten einiges an Tiefe.

Damit ist „Die Seelen der Nacht“ eine gelungene Mischung aus Wissenschaft, Fantasy und Romantik. Seite für Seite erschließt sich dem Leser eine neue Welt und zieht ihn damit langsam immer tiefer in den Bann.

Das Geheimnis um das von Diana Bishop gefundene Dokument enthüllt sich mit dem Ende des Buches jedoch nicht komplett. „Die Seelen der Nacht“ ist erst der erste Band der „All Souls“-Trilogie. Der zweite Band erscheint im englischen Original „Shadow of Night“ im Juli diesen Jahres – Ich hoffe, der Blanvalet Verlag lässt sich nicht allzu lange Zeit mit der Übersetzung.

Hier könnt ihr selber einen ersten Blick in das Buch werfen.

Published in: on Februar 15, 2012 at 8:43 pm  Comments (1)  
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Hexen mögen’s heiß von Anette Blair

Anette Blair
Hexen mögen’s heiß
Egmont Lyx
392 Seiten, Taschenbuch
ISBN-10: 3802582055
ISBN-13: 978-3802582059
EUR 9,95 €

Das Cover des Buches zeigt eine rothaarige Frau (selbstverständlich ist eine typische Hexe rothaarig ;-)) vor einem Kochtopf, über dem drei Fledermäuse schweben. In der rechten Ecke kann man eine schwarze Katze (Klischee …) sehen, die nach eben diesen Fledermäusen zu greifen scheint.

Das Buch handelt von dem allein erziehenden Vater Logan Kilgarve, der, um seine neue Nachbarin Melody Seabright dazu zu bringen, auf seinen Sohn aufzupassen, ihr die Einladung für ein Vorstellungsgespräch als Hauptrolle für eine Küchenshow verschafft. Melody bekommt den Job, dank ihrer guten Darstellung und ihrer Idee: Die Show als Küchenhexe durchzuführen. Das einzige Problem: Melody kann nicht kochen. Eine Tatsache, die sowohl Logan (da er Melody ins Gespräch gebracht hat) als auch Melody den Job kosten kann …

Ebenso wie das Cover lebt die Geschichte von Klischees, die jedoch gut in Szene gesetzt werden und mich so mehrmals zum Schmunzeln gebracht haben.
Die Figuren bleiben eher oberflächig, das Buch lebt von den humorvollen Szenen (und die sind wirklich gut) und der vorhersehbaren Liebesgeschichte zwischen Logan und Melody.

Alles in allem eine nicht allzu tiefgründige, aber unterhaltsame Lektüre für einen verregneten Nachmittag oder einfach nur zum Abschalten, bei der auch das Happy End nicht fehlt. Was allerdings fehlt ist die Magie, nicht in dem Sinne, dass das Buch nicht zu fesseln vermag, sondern im Sinne von Hexerei, magischen Vorkommnissen oder Wesen (zum Beispiel Hexen). Das Buch ist ein typischer Liebesroman, die Bezeichnung Hexe nur ein Wort. Wer Spannung, Abenteuer, Magie (mehr als die, die zwischen zwei Menschen existieren kann) oder Nachdenkliches erwartet, sollte sich an ein anderes Buch machen.

Reinlesen könnt ihr hier.

Published in: on Juni 23, 2011 at 2:31 pm  Kommentar verfassen  
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Hexenlicht von Sharon Ashwood

Noch sind die guten Vorsätze jung und so kann ich euch jetzt die Rezension für Station 7 (Urban-Fantasy) der All you need is Fantasy … ! – Challenge präsentieren:

Sharon Ashwood
Hexenlicht
Verlag: Knaur
319 Seiten , Taschenbuch
ISBN-10: 3426652439
ISBN-13: 978-3426652435
12,99 €

Abgesehen vom blitzenden X der Überschrift, das sofort den Blick auf sich zieht, wirkt das Buchcover auf mich eher standardmäßig. Das halbe Gesicht einer Frau vor einer in der Dämmerung liegenden Metropole. Gut, aber nichts Besonderes.

Das Buch erzählt die Geschichte einer Hexe, Holly. Diese hat sich aufgrund eines magischen Problems eher auf kleinere magische Aufgaben spezialisiert, um sich das Geld für ihre Studiengebühren zu verdienen. So beschäftigt sie sich hauptsächlich mit dem Vertreiben von Kobolden, Geistern und Poltergeistern.

Aus Geldnot (der Stichtag für die Abgabe der Semestergebühren naht) nimmt sie einen Auftrag zur Reinigung eines magischen Hauses an. Dieser Auftrag erweist sich jedoch als einige Nummern größer als erwartet: Mehrere Menschen sind im dem Haus verschwunden und nur durch den Einsatz großer Magie und die Hilfe ihres Vampirfreundes Alessandro kann Holly eines der Opfer, ihren Freund Ben, aus dem Haus retten.

Aber hinter dem dämonischen Haus steckt mehr als Holly und Alessandro ahnen. Ehe sie sich versieht, kämpft Holly auf der Seite der Vampire gegen die Rückkehr der Dämonen in die Welt der Sterblichen.

Dass ihr Freund Ben sich gerade jetzt von ihr lossagt, da er mit ihrer Magie nicht klar kommt, ihr neues Date, der Polizist Mac, sich nach ihrem ersten Treffen mehr als merkwürdig verhält und sie und Alessandro sich während der Suche nach ein Mittel gegen das Eindringen der Dämonen näher kommen, macht die Sache nicht wirklich einfacher …

Sharon Ashwood zeichnet eine faszinierende Welt, die nicht nur aus Schwarz und Weiß, sondern auch aus vielen Grautönen besteht. Magische Wesen wie Dämonen, Vampire und Hexen wandelten schon immer auf dieser Welt – bis die meisten von ihnen durch die Menschen in einer parallelen Welt verbannt wurden. Aus dieser Welt versuchen die Dämonen zu entfliehen. Nichts anderes also als der Ausbruch aus einem für sie ungerechtfertigten Gefängnisaufenthalt.
Und auch wenn die verschiedenen Wesen auf der Erde gemeinsam versuchen, das Tor zum Gefängnis verschlossen zu halten, hat jeder dafür seine eigenen persönlichen Gründe. Gründe, die der Leser nicht auf den ersten Blick erkennt.
Jede Figur, selbst die Nebenfiguren, bekommt Kapitel für Kapitel mehr Tiefgang und die eine oder andere entwickelt sich in eine ungeahnte Richtung weiter.
Alles in allem ein Stil, der den Leser bis zum Ende des Buches in den Bann hält.

Sharon Ashwood ist eine spannende Mischung aus Krimi, Fantasy und Liebesroman gelungen. Das Happy End wartet noch mit einer, zumindest für mich, überraschenden Enthüllung auf. Außerdem ist das Buch entgegen der meisten anderen Bücher, bei denen noch eine Fortsetzung ansteht, in sich abgeschlossen. Eine Tatsache, die das Buch für mich noch deutlich lesenswerter macht.

Published in: on Januar 5, 2011 at 1:31 pm  Comments (1)  
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