[Lesungsbericht] Triumphierende Zwerge und ein sympathischer Autor

Auf zum zweiten Teil meines Berichtes über den Besuch von Piper Fantasy in München. Auch wenn der Verlagsbesuch als solches schon alle meine Erwartungen erfüllt hatte, war der Tag mit dem Blick hinter die Kulissen noch längst nicht vorbei.

Gegen Nachmittag stand eine exklusive Vorablesung zu „Triumph der Zwerge“ mit Markus Heitz auf dem Programm.

triumphderzwerge_heitz

Anschließend beantwortete er Fragen, nicht nur zu dem aktuellen Zwergeband – auch wenn der Fokus der Fragen eindeutig zwergelastig war:

Ob es nun um die Auflösung des Witzes ging, bei dem der Ork den Zwerg nach dem Weg fragt (die er leider nicht mit uns teilte) oder um weitere Infos zur Zwergeverfilmung. Diese ist weiterhin geplant, da aber einer der Mitproduzenten auch bei „Game of Thrones“ mitwirkt, müssen sich die Zwerge-Fans wohl noch etwas gedulden. Dafür kann man sich auf einen erneuten Auftritt von „Die Zwerge live“ freuen, ab Ende des Jahres geht diese auf Tour durch Deutschland. Und auch die Idee für ein sechsten Band der Reihe gibt es schon, auch wenn andere Projekte erst einmal Vorrang haben. Zwergefans können sich derweil mit dem im März erscheinenden Kartenspiel oder dem im Oktober erscheinenden zweiten Comic über Wasser halten – oder den „Triumph der Zwerge“ lesen (das Buch erscheint am 16.02.15 – Markus Heitz zufolge das ideale Valentinstagsgeschenk für den Partner).

Und damit ihr bis zum 16.02.15 nicht völlig ahnungslos bleiben müsst, findet ihr auf Philips Welt ein ziemlich amüsantes Interview mit Ingrimmsch und Carmondai*, anschließend könnt ihr hier mit einer exklusive Leseprobe zum Buch direkt in den aktuellen Band einsteigen.

Ich bereite derweil meine Rezension zum Buch vor – und überlege, ob ich nicht doch zuvor die weiteren Zwerge-Bände sowie die Albae-Reihe hätte lesen sollen.


* Wer die beiden nicht kennt, sollte erst einmal in „Die Zwerge“ von Markus Heitz hineinschnuppern.

Published in: on Februar 4, 2015 at 8:00 am  Comments (1)  
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[Lesungsberichte] Buchmesse Convent 29

Nachdem mir der BuCon letztes Jahr so gut gefallen hat, packten mein Mann und ich auch dieses Jahr die Bücher und machten uns auf den Weg nach Dreieich. Etwas verspätet (der Autobahnstau lässt grüßen) kamen wir gerade rechtzeitig zu Bernd Perplies Premierelesung von „Das Imperium der Drachen 1: Das Blut des schwarzen Löwen“.

Bernd Perplies teilte Karten des Imperiums aus, bevor er mit der eigentlichen Lesung begann. So sollten wir uns die Sprünge von Lesungsausschnitt zu Lesungsausschnitt und natürlich die Welt selbst noch besser vorstellen können. Dazu plauderte er ein wenig aus dem Nähkästchen und erklärte, warum der geneigte Betrachter einige Ähnlichkeiten zum Mittelmeer finden kann, tatsächlich ist Google Maps bei der Erstellung von fantastischen Weltkarten eine große Hilfe.

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Das Besondere am „Imperium der Drachen“ ist wohl die Welt, in der die Geschichte spielt. Eine High-Fantasy-Welt, die nicht etwa am Mittelalter, sondern an der Antike angelehnt ist. Wohlbekannte eisengefällige Zwerge und Ritter in strahlender Rüstung wird man damit in Bernd Perplies Roman vergeblich suchen, es sind die Vorväter dieser Gestalten, die hier ihren Auftritt haben.

Im Anschluss an die Lesung konnte ich tatsächlich noch die Autoren von „Eis und Dampf“ abpassen, deren Lesung parallel zu der von Perplies lief. Damit ist meine Anthologie gleich um acht Signaturen reicher, die Lust auf „Die zerbrochene Puppe“ ungebrochen und die Neugier auf ein noch folgendes Rollenspiel in eben jener Welt geweckt.

Auch beim nächsten Programmpunkt war die Entscheidung schwer, sollte ich zur Lesung von Thilo Corzilius „Dorn“ oder mir doch lieber die Neuerscheinungen des Verlags Thorsten Low präsentieren lassen. Wir entschieden uns für letzteres und wurde mit selbstgebackenen Shortbreads von Stefanie Mühlsteph belohnt. Selbige stellte im Dialog mit Thorsten Low einige Szenen aus ihrem Roman „Blutschwur – Die Söhne des Drachen vor“ (wer Interesse hat, das Buch ist im Tausch für eine Rezension noch immer zu haben).

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Neben „Blutschwur“ wurden noch zwei weitere Bücher vorgestellt. Alfred Wallon las aus seinem Roman „Dark Worlds“. Eine Dystopie mit Westernsetting, das dem Autor zufolge an den Film „Mad Max“ und die Comicreihe „Jermiah“ erinnert. Außerdem las Dag Roth seine Geschichte aus der Anthologie „Götter des Imperiums“ vor. Eine Anthologie, die von den Eingriffen der Götter in die Geschehnisse während der Zeit des römischen Reiches erzählt.. Nach der Lesung überlege ich tatsächlich, ob ich mir die Anthologie zulegen sollte, vor allem nachdem Dag Roth (wie die beiden anderen Autoren auch) die Lesung mit einem Cliffhanger beendete.

Auch der nächste Programmpunkt beinhaltete eine Anthologie: „Schattenlichter – Geschichten aus Gareth“, die als Ergänzung zu der DSA Box „Gareth – Kaiserstadt des Mittelreiches“ erschien und den Leser in die Hauptstadt Aventuriens entführt. Im Dialog gewährten Herausgeberin und fünf der Autoren einen Einblick in die Geschichtensammlung. Während Christian Langes Geschichte (die tatsächlich komplett vorgelesen wurde) mir etwas zu düster war, hat mir der darauf folgende und sehr amüsante Ausflug durch Gareth an der Seite von Henning Mützlitzs Horasier deutlich besser gefallen (der Ausschnitt war eindeutig zu kurz). Zu guter Letzt gewährte Judith C. Vogt den Leser noch einen kleinen Einblick in das enthaltene Spin-Off zu ihren DSA-Romanen „Im Feuer der Esse“ und „Im Schatten der Esse“ bevor die kurzweilige Stunde schon vorüber war und ein Buch mehr auf die Wunschliste gewandert ist.

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Der zwischenzeitliche Ausflug durch die Verlagshalle und die riesige Tüte mit allerlei Flyer und Programmheftchen tat dann ihr übriges, die Wunschliste zu füllen. Besonders ins Auge gefallen sind mir die folgenden Bücher:

geschichtenausdemdrachenwinkel phantastischesfruehstück jaegerimzwielicht

Eine Anthologie über die Buchhandlung „Drachenwinkel“, von der ich schon viel gehört habe, allerdings noch keinen Blick hineinwerfen konnte (sie liegt leider nicht in der Nähe). Mit dem Buch wäre der Ausflug natürlich deutlich einfacher.
Auch die Frühstücksanthologie aus dem Amrûn Verlag klingt vielversprechend, auch wenn mir das Cover nicht sonderlich zusagt.
Die neuste Novelle aus den „Magischen Schriften“ des Ulrich Burger Verlags, „Jäger des Zwielichts“, hat ebenfalls mein Interesse geweckt.
Keine Ahnung warum ich keines der Bücher gleich eingepackt habe – vermutlich einfach, um später den E-Book-Reader gut zu füttern (damit wäre dann auch gleich das Platzproblem im Bücherregal gelöst).

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Aus der Flyertüte ist mir vor allem die Beigabe zu Jessica Bernetts „Alantua“ ins Auge gefallen. Eine kleine Papiertüte mit dem Zeichen des Buches verziert, in der sich ein kleines Teelicht und eine Visitenkarte mit einem Zitat des Buches finden ließen. Wenn das Buch genauso liebevoll erstellt wurde wie die kleine Beigabe ist es sicher auch einen Blick wert.

Zur Preisverleihung des Deutschen Phantastik Preis sind wir leider nicht mehr geblieben, wer wissen will, an wen die Preise gingen, findet hier die Übersicht der Gewinner.

Published in: on Oktober 12, 2014 at 9:00 am  Comments (2)  
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[Lesesungsbericht] „Die Geschichte beginnt in einer Höhle … „

… so erklärt Thomas Thiemeyer den Besuchern der Premierelesung von „The Wall“ die ungewöhnliche Lokation der Lesung: Die Nebelhöhle in Sonnenbühl.

Nachdem sich einige Blogger schon vorab beim 7. Stuttgarter Bücher- und Blubberstammtisch getroffen hatten und im Shuttlebus gemeinsam mit dem Autor Oliver Kern zur Nebelhöhle fuhren, begann um 18:00 der Höhepunkt des Abends. Die Nebelhöhle öffnete ihre Tore, um die rund 50 Besuchern und Autoren durch die beeindruckenden Gänge bis zum Ort des Geschehens zu führen:

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Dort, wo die sechs Autoren vom Club der fetten Dichter (Rainer Wekwerth, Uwe Laub, Oliver Kern, Hermann Oppermann, Boris von Smercek und Thomas Thiemeyer) ihr gemeinsames Projekt vorstellten: Den Mystery-Thriller „The Wall“.

Das Buch erscheint in sechs Teilen zu je 100 Seiten. Jeder der Teile wurde von einem der Autoren aus der Sicht einer anderen Figur geschrieben – welcher Autor hinter den einzelnen Bänden steckt, halten die sechs aber vorerst geheim. Band eins, „Das Erwachen“ ist ab heute erhältlich, die nächsten Bände erscheinen im zweiwöchentlichen Turnus. Die Veröffentlichung als „echtes“ Buch ist auch im Gespräch, noch ist man als E-Book-Leser aber eindeutig im Vorteil.

Fans der TV-Serie Lost sollten Gefallen an der Reihe finden, haben sich die Autoren unter anderem auch von eben jener Serie inspirieren lassen. So werden die Hintergründe und Informationen zu Personen und Handlungsort erst im Verlauf der Geschichte vereinzelt enthüllt. Damit ist man als Leser vermutlich ebenso ratlos wie die Figuren selbst, was den Ort des Geschehens angeht und wie die Figuren ihren Weg dorthin gefunden haben.

In absolut passender, wenn auch recht kühler Umgebung entführte Boris von Smercek die Zuhörer in die Höhle, in der die Geschichte ihren Anfang nimmt. Gemeinsam mit einem der Protagonisten erkundet man die ersten Ausläufe der Höhle, entdeckt weitere Mitstreiter und einen tiefen Abgrund.

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Nachdenklich machte man sich dann auf den Rückweg durch die Höhle, bevor der Abend bei einem gemütlichen Plausch, guten Essen und auch der ein oder anderen Signatur (in andere Bücher der Autoren) den Abend gemütlich ausklang.

Published in: on Oktober 5, 2014 at 3:00 pm  Comments (1)  
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[Lesungsbericht] Fantasy-Nacht im Turm

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse organisiert auch die Stadt Halle jedes Jahr einige Lesungen und Events, nicht nur „Leipzig liest“, auch „Halle liest mit“.

Für den ersten Abend der Leipziger Buchmesse war eine Fantasy-Nacht im TURM Halle, eine in der Moritzburg gelegene Szene-Lokalität, anberaumt.

Von nichts als Kerzenlicht wurde man durch die Gänge der Burg in den kleinen Konzertsall geführt und konnte es sich auf Kissen oder Hockern vor der Bühne bequem machen.

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Mit leichter Verspätung startete Rainer Stenzenberger mit einer einstündigen Lesung aus seinem Roman „Berlin Werwolf – Blutige Jagd“. Die überraschend blutigen, aber ziemliche spannenden Auszüge ließen die Zeit jedoch wirklich schnell herumgehen. Die sich ohne Pause anschließende Lesung aus Stefan Schenkls „Entführt nach Patassandrien“ zog sich allerdings ziemlich – und im Anschluss verschwanden zusammen mit dem Autor auch die Organisatoren samt der Möglichkeit, Exemplare der während des Abends vorgestellten Bücher zu erwerben.

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Die darauf folgenden Lesungen von Gabriele Ketterl, Uschi Zietsch und Tom Daut wurden musikalisch durch Arthur von Multus Tumultus begleitet. Ein kleines Abendhighlight, dass es aufgrund der späten Stunde allerdings auch nicht schaffte, die ob des langen Tages müden Zuschauer im Turm zu halten – auch meine Begleitung und ich verschwanden gegen halb elf Richtung Hotel und verpassten so leider die letzen zwei Lesungen samt musikalischer Begleitung.

Mit etwas kürzeren Lesungen und kleinen Buchkauf- und Signierpausen wäre der Abend sicherlich besser gelungen und hätte auch den letzten Autoren etwas mehr Zuschauer beschert. So haben eigentlich nur Atmosphäre und Musik wirklich punkten können.

Published in: on März 15, 2014 at 8:00 am  Comments (1)  
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