[Aufgestöbert] Shadow Study von Maria V. Snyder

Neue Buchwünsche lassen sich eigentlich immer aufstöbern. Einen ersten Blick auf dieses Buch konnte ich auf der Facebookseite der Autorin werfen, auf dem Blog der Autorin gibt es weite Infos (und den Klappentext).

shadowstudy Maria V. Snyder
Shadow Study
Verlag: Mira
384 Seiten
Taschenbuch
ISBN-10: 0778317404
ISBN-13: 978-0778317401
10,90 €

Was an diesem Buch besonders ist? Es führt die Yelena Reihe von Maria V. Snyder fort. Eine meiner „neueren“ Lieblingsfantasyreihen und ich freu mich riesig, dass die Geschichte von Valek und Yelena endlich weitergeht. Falls ihr sie noch nicht kennen solltet: Hier geht es direkt zu meinen Rezensionen der Reihe.

Published in: on Oktober 8, 2014 at 12:30 pm  Comments (4)  
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[Mehr zu] Yelena von Maria V. Snyder

Tatsächlich gibt es mehr von Yelena zu lesen als nur die drei Bücher.

Über die Homepage der Autorin finden sich noch drei mehrseitige „Kurzgeschichten“, die zwischen und nach den Büchern spielen:

Assassin Study spielt zwischen Band 1 und 2 und erzählt wie Valek erfährt, dass ein Assassine Yelena auf der Spur ist. Natürlich macht er sich auf den Weg, um Yelena zu retten.

Ice Study und Power Study spielen beide im Anschluss an Band drei. In Ice Study kann der Leser Yelena und Valek auf einer gefährlichen Jagd begleiten, während in Power Study Yelenas Freunde Janco und Ari die Hauptrollen spielen.

Published in: on Mai 10, 2014 at 9:00 am  Kommentar verfassen  
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Yelena und die verlorenen Seelen von Maria V. Snyder

yelena03 Maria V. Snyder
Yelena und die verlorenen Seelen
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
511 Seiten
Taschenbuch
ISBN-10: 3899418549
ISBN-13: 978-3899418545
7,95 €

„Yelena und die verlorenen Seelen“ ist der letzte Band der Yelena-Reihe von Maria V. Snyder.

Optisch passt das Buch zu seinen Vorgängern: Wiedermal befindet sich ein Tisch im vorderen Bereich des Covers. Auf dem Tisch stehen kleine Glastierchen und ein brennendes Behältniss. Hinter dem Tisch steht eine junge Frau, die mit einem Kapuzenmantel verhüllt ist und über ihrer geöffneten Hand einen kleinen Flammenball hält – um Yelena wird es sich wohl nicht handeln. Ich weiß nicht, wer die Figur auf dem Cover ist, die kleinen Glasfiguren spielen allerdings durchaus ihre Rolle im Roman – und optisch passt das Cover wie gesagt ziemlich gut in die Reihe hinein.

Nachdem dem „Mörder von Sitia“ das Handwerk gelegt wurde, ist Yelenas Gabe klar: Sie ist eine Seelefinderin, jemand, der Seelen finden und ihnen ihren Weg weisen kann. In der Vergangenheit gab es allerdings einige Seelefinder, die ihre Gabe missbraucht haben und Yelena wird daher misstrauisch beäugt – von einigen sogar gefürchtet. Als der Mörder seiner gerechten Strafe entfliehen kann, folgt Yelena ihm, um weiteres Unheil zu verhindern. Währendessen braut sich im Zentrum von Sitia jedoch ein weit schlimmeres Unheil zusammen.

Auch diesmal schließt sich das Buch nahtlos an seinen Vorgänger an. Der „Mörder von Sitia“, Ferde, ist gefasst und wartet auf seine Hinrichtung, während Yelena ihre Studien der Magie zu vertiefen sucht, auch wenn die vom Rat ausgesuchte Lehrerin sie nicht gerade erfreut: Die oberste Magierin Roze hat schließlich mehrfach betont, dass sie in Yelena eine Gefahr für das Land sieht und man sie eher auslöschen als fördern sollte. Als Ferde seiner gerechten Strafe entfliehen kann, nimmt Yelena die Verfolgung auf, während in der Zitadelle Intrigen gesponnen und dunkle Fäden geknüpft werden.

Die Verfolgung Ferdes nimmt ein Gutteil des Buches ein und führt Yelena an der Seite ihrer Gefährten über die Ebene der Sandseeds bis in den Dschnungel der Zaltana. Eine Verfolgung, die sich nicht gerade einfach gestaltet, hat Ferde doch unerwartete Verbündete gefunden, die deutlich besser vorbereitet sind als Yelena und ihre Truppe. Nur Dank Yelenas Zauberkraft können größere Verluste vermieden werden – und trotzdem fürchtet sie sich davor, ihre ganze Macht auszutesten und erstickt jegliche Versuche des Mondmanns, sie dahingehend zu unterweisen. Währenddessen schürt ein geheimnisvoller Feuermagier Yelenas Angst und untergräbt Stück für Stück ihr schon angeschlagenes Selbstvertrauen. Ein kleiner Lichtblick in dieser düsteren Stimmung ist das freudige Wiedersehen mit dem Mädchen Opal, das Yelena im vorangegangenen Band gerettet hat. Opals Kunstfertigkeit in der Glasbläserei spielt im weiteren Verlauf des Buches noch eine wichtige Rolle.

Zurück in der Zitadelle gibt es (endlich) ein Wiedersehen mit Valek. Die Freude währt jedoch nur kurz – die lang geplanten Intrigen scheinen aufgegangen zu sein und die Zitadelle ist bereits vom unbekannten Feind unterwandert. Nun ist Yelena weder in Ixia noch in Sitia sicher – aber zum Glück niemals wirklich allein. In Ixia sind auch Yelenas alte Freunde Ari, Janco und Maren mit von der Partie – ein Wiedersehen, über das zumindest ich mich sehr gefreut habe.

Yelena selbst ist in diesem Band deutlich verletzlicher und unsicherer als in den anderen Bänden, was sie allerdings nicht davon abhält, weiterhin allein zu agieren und sich selbst mitten in das Zentrum der Schwierigkeiten zu katapultieren. Diesmal hat sie die Unterstützung ihrer Freunde allerdings dringend nötig. Eine Tatsache, an die sich sowohl Yelena als auch der Leser erst einmal gewöhnen muss.

Der Plot ist gut gefüllt, wenn auch nicht ganz so mitreißend wie die in den anderen zwei Bänden. Vermutlich ist man die riskanten Einsätze und tödlichen Kämpfe einfach zu sehr gewöhnt. Langweilig wird es natürlich trotzdem nicht. Ich habe mich nach den ersten zweiten Drittel sogar tatsächlich gefragt, ob die Autorin die Fülle an Handlungsstränge tatsächlich noch in diesem Band zusammen und zu einem Ende führen kann – sie konnte es und das sogar ohne auf den verbleibenden Seiten die Geschichte zu überhasten oder gar abzukürzen. Das Ende ist zwar – wie auch bei den vorangegangenen Bänden – recht offen, die Handlungsstränge aber sind abgeschlossen. Tatsächlich hat Maria V. Snyder sogar das ein oder andere Geheimnis aus den letzten Büchern noch gelüftet.

Mich hat das Buch gerade am Anfang nicht ganz so fesseln können wie die Vorgänger, nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte und damit auch der Abschluss der Reihe gefallen. Einem nachgeschobenen Folgeband wäre ich trotzdem nicht abgeneigt, und weitere Ausflüge in Yelenas Welt wird es für mich ganz sicher noch geben. Maria V. Snyders „Glass“-Reihe spielt ebenfalls dort – und die Chance auf ein Wiedersehen mit guten alten Bekannten werde ich mir nicht entgehen lassen.

Die ersten Seiten des Buches findet ihr hier.

Published in: on Mai 7, 2014 at 12:30 pm  Comments (4)  
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Yelena und der Mörder von Sitia von Maria V. Snyder

yelena02 Maria V. Snyder
Yelena und der Mörder von Sitia
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
528 Seiten
Taschenbuch
ISBN-10: 3899418441
ISBN-13: 978-3899418446
7,95 €

Mit „Yelena und der Mörder von Sitia“ führt Maria V. Snyder die in „Yelena und die Magierin des Süden“ begonnene Geschichte fort.

Das Cover des Buches scheint das selbe Mädchen zu zeigen wie auf dem von Band 1. Diesmal befindet es sich allerdings nicht vor einer Burg, sondern im Wald. Wie schon bei Band eins sind auch hier im vorderen Teil des Covers einige Gläser und Phiolen auf einem Tisch zu sehen. Und auch die Titelgestaltung passt zu der des ersten Bandes. Dass die beiden Yelena-Bücher zusammengehören, sieht man damit auf den ersten Blick – und wie bei Band eins kann man auch den Schauplatz der Geschichte schon anhand des Covers erahnen, auch wenn nur der Beginn der Geschichte in den Wäldern von Sitia spielt.

Nach den Ereignissen in Band eins macht sich Yelena auf den Weg zu ihrer Familie, von der sie in jungen Jahren geraubt wurde. Im Gegensatz zu ihren Eltern empfängt sie ihr Bruder allerdings nicht mit offenen Armen – im Gegenteil, er scheint sie für eine Spionin aus Ixia zu halten. Einen Vorwurf, den Yelena noch zu entkräften sucht, als in Sitia jemand erneut das versucht, an dem Yelenas Peiniger einst scheiterten. Und um es zu verhindern, wird Yelena alle Magie brauchen, die in ihr steckt – und vielleicht wird nicht einmal diese reichen.

Bei den meisten Reihen sinkt die Qualität mit der Anzahl der Fortsetzungen, hier ist das Gegenteil der Fall: Die Spannung steigt ebenso wie die Komplexität, die einzelnen Figuren gewinnen an Tiefe – und selbst die neuen Nebenfiguren sind noch greifbarer als die im ersten Band der Reihe.

Die Herausforderungen, denen Yelena sich stellen muss, sind andere als im vorangegangen Band. Als erstes gilt es einige emotionale Hürden zu überwinden, Hürden die sicherlich jeder Leser verstehen – und damit mit Yelena mitfühlen – kann: Ein Wiedersehen mit einer Familie die man nicht kennt, die einem sogar fremd vorkommt, ist sicherlich etwas, das einige Menschen besorgt oder auch ängstlich reagieren lässt, ganz sicher aber zurückhaltend. Und die wirklich stark abweisende Haltung ihres Bruders, die deutlich über übliche Geschwisterstreitereien hinausgeht, macht das ganze noch weitaus komplizierter. Die Tatsache, dass in Sitia ganz andere Sitten und Regeln herschen als in Ixia, machen Yelena das Leben ebenfalls nicht gerade einfach. In Ixia muss man sich Vertrauen verdienen, in Sitia wird es von jederman erwartet. Vor allem von einer Schülerin gegenüber iher Lehrerin. Keine einfache Situation für jemanden, der seit seiner Kindheit auf sich allein gestellt ist und bisher nur wenigen ausgewählten Personen vertraut hat.

Das Vertiefen von Yelenas magischen Fähigkeiten ist in dem ganzen Buch noch die einfachste Aufgabe, auch wenn Yelenas Fähigkeiten nicht nur sie selbst und ihre Lehrer überraschen. Trotz ihrer immensen Macht wirkt Yelena jedoch nicht im geringsten übermächtig. Ihr Gegner scheint ihr immer einen Schritt voraus zu sein, während Yelena immer wieder an kleinen Nebenkriegsschauplätzen eingebunden wird – egal ob mit neidischen Mitschülern, eroberungslustigen Exilanten oder Familienmitgliedern. Zum Glück findet Yelena auch in Sitia schnell Verbündete, sowohl an der Akademie (und ihren Ställen) als auch in den verwinkelsten Gassen der Hauptstadt. Und auch der ein oder andere Verbündete aus dem ersten Band verschwindet nicht so schnell von der Bildfläche – im Gegenteil, sie tauchen sogar an ungeahnten Orten wieder auf.

Die Beziehungen, die in diesem Band geknüpft werden, betreffen nicht mehr einzelne Personen, sondern ganze Länder. Und auch die Kämpfe, die es hier zu bestreiten gilt, sind allein nicht zu schaffen. Es gibt einiges, was Yelena in diesem Band lernt – eines davon ist, sich auf andere zu verlassen. Die Kämpfe verlieren dabei jedoch nicht an Spannung, ebenso wie Yelena Fähigkeiten wachsen auch die Herausforderungen, denen sie sich stellen muss. Und auch wenn sowohl Yelena als auch dem Leser einige der Ziele klar vor Augen stehen, ist der Weg zu dem Ziel längst nicht so klar.

Und während die Autorin den Spannungsbogen noch weiter spannt als zuvor, führt sie die Leser gleichzeitig enger an ihre Hauptfiguren heran. Eine Tatsache, die es wirklich schwer macht, sich von der Geschichte und ihren Figuren zu lösen – und dass, obwohl Maria V. Snyder auch diesmal ein gutes Ende für ihre Geschichte gefunden hat. Möglichkeiten für eine Weiterführung der Geschichte gibt es jedoch genug – und jeder, der die Figuren (allen voran natürlich Yelena) so lieb gewonnen hat wie ich, wird seine Nase sicher ebenso bald wie ich erneut in eine von Yelenas Geschichten vergraben. Ich jedenfalls kann beide Bände gutes Gewissen weiterempfehlen – auch wenn die Reihenfolge in jedem Fall eingehalten werden sollte.

Den Beginn dieser Geschichte findet ihr hier, wer Band eins noch nicht gelesen hat, kann hier erst einmal einen Blick in meine Rezension werfen – und dann direkt dort beginnen.

Published in: on März 12, 2014 at 12:30 pm  Comments (1)  
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Yelena und die Magierin des Südens von Maria V. Snyder

yelena01 Maria V. Snyder
Yelena und die Magierin des Südens
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
465 Seiten
Taschenbuch
ISBN-10: 3899418247
ISBN-13: 978-3899418248
7,95€

Das Cover des Buches zeigt eine junge Frau in Lederrüstung, die mit einem Stab (oder Speer) bewaffnet ist. Im Hintergrund kann man eine beleuchtete Burg erkennen, im Vordergrund sieht man einen Tisch mit verschiedenen Ampullen und zwei aufgeschlagenen Büchern. Und auch wenn Yelena sicher nicht mit Lederrüstung und Speer durch die Gegend wandert, fängt das Cover doch ein wenig die Atmosphäre des Buches ein – mir gefällt es damit ausnehmend gut.

Auf diejenigen, die einen Menschen töten, wartet der Tod – egal wie gut der Grund für ihre Tat gewesen sein mag. Und so sitzt auch Yelena im Kerker und wartet auf ihre Hinrichtung. Am Tag ihres Todes macht ihr der Sicherheitschef des Kommandanten, Valek, ein verlockendes Angebot: Anstatt zu sterben kann sie auch die Arbeit als Vorkosters des Kommandanten annehmen. Eine Arbeit, bei der in jeder Ecke der Tod lauert, aber auch eine, die ihr Leben zumindest vorerst verlängert. Yelena wäre eine Närrin, würde sie ablehnen – auch wenn sie das, was sie erwartet, bei Weitem nicht abschätzen kann.

Das Buch fängt nicht gerade beschaulich an, Yelena sitzt im Kerker und wartet auf ihren Tod, während sie von düsteren Erinnerungen geplagt wird. Erinnerungen, die dem Leser schnell klar machen, dass sie einen wirklich guten Grund für ihren „Mord“ hatte. Als Leser weiß man zumindest grob, was sie anstelle des Strickes erwartet, aber trotz der entgangenen Hinrichtung ist Yelenas Tag bei weitem nicht so gut wie gedacht: Denn wer Gift erkennen will, muss wissen wie es schmeckt – kleine Kostprobe gefällig?

Trotz schlechter Bezahlung (keiner) und Morddrohungen (durch den Vater ihres „Opfers“) findet sich Yelena erstaunlich schnell in ihrem neuen Leben zu Recht. Mit ihrem Einfallsreichtum und der Gabe, das Beste aus jeder Situation herauszuholen, rückt sogar eine Bezahlung in greifbare Nähe. Und auch wenn einige aus dem Gesinde und der Herrschaft Yelana nicht gerade wohlgesonnen sind, findet sie Freunde. Valeks Vertrauen muss sich Yelena allerdings erst verdienen – ebenso, wie sie lernen muss, mit ihrem eigenen Vertrauen und Urteilen vorsichtig zu sein. Aber nicht nur Yelena liegt stellenweise ziemlich falsch, ebenso wie sie entwickeln sich auch die unterschiedlichen Nebenfiguren in die eine oder andere Richtung.

Anfangs lernt Yelana nur, sich bei Hofe zu Recht zu finden, der neuen Aufgabe gerecht zu werden und mordlustigen Gesellen aus dem Weg zu gehen – ihr Aufgabengebiet umfasst jedoch bald einiges mehr: Die Soldaten des Kommandeurs auf Trab zu bringen, Kampfkünste zu lehren und einer Zauberin aus dem Weg zu gehen. Letztendlich geht es aber um mehr als Yelenas Schicksal, auch wenn selbiges schon spannend genug wäre. Die sympathische Hauptfigur schlittert von einer gefährlichen Situation in die Nächste – und das, obwohl sie sich stetig weiterentwickelt und fast überall freundschaftliche Bande knüpft. Sie ist eine wirkliche Überlebenskünstlerin, von der letztendlich nicht weniger als das Schicksal des Reiches abhängt.

Mit ihr hat Maria V. Synder eine Figur geschaffen, in die ich mich wirklich verlieren konnte: Während Yelena von einer spannenden Situation in die nächste gelangte, flogen bei mir die Buchseiten nur so dahin. Und auch wenn das Ende relativ abgeschlossen ist bin ich verdammt froh, dass die Geschichte um Yelena mit der letzten Seite noch nicht zu Ende ist. Der nächste Band ist schon längst auf dem Weg.

Hier könnt ihr selbst einen ersten Blick in ihre Geschichte werfen.

Published in: on März 5, 2014 at 12:30 pm  Comments (3)  
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